Die Atmung

Wozu die Atmung bei Mensch und Tier dient, muss kaum erläutert werden. Zumindest nicht, was den physischen Zweck betrifft. Doch unsere Atmung ist weit mehr, als nur der reflexartige, mechanische Gasaustausch über die Lungen. Es ist ebenso ein Austausch komplexer Energien und in den meditativen Techniken vieler Kulturen ein fest verankertes Element. Im Hinduismus etwa ist Prana, der “Lebensatem”, Element der 5 unsterblichen Bestandteile des Menschen und als Energie mit dem “Chi” der alten Chinesen oder dem Tibetanischen “Lung”. Zudem steht der Vorgang des Atmens auch sinnbildlich für das Gesetz der Polarität und auch der Kreisläufe.

Der biologische Ablauf

Beim Einatmen von Luft wird der darin enthaltene Sauerstoff über die Lungenbläschen diffundiert und in den Blutkreislauf gespeist. Rote Blutzellen transportieren den Sauerstoff zu den Zellen und die gasförmigen Nebenprodukte des Stoffwechsels wie zum Beispiel Kohlenstoffdioxid zur Lunge, die diese Stoffe durch Exhalation aus dem Körper befördert. Dieser mechanische Ablauf ist eine der Basisfunktionen des Körpers und läuft automatisch, das heißt unterbewusst, ab. Im Gegensatz zum Herzschlag können wir den Atemvorgang jedoch auch bewusst steuern und den Atem anhalten oder auch hyperventilieren. Die bewusste Steuerung unserer Atmung erlaubt es uns, Einfluss auf unseren Energiefluss zu nehmen.

Meditative Atempraktiken

Das sogenannte “holotrope Atmen” ist eine bewusst herbeigeführte und von einem Arzt geleitete Form des Hyperventilierens. Mithilfe dieser Technik ist es einem Menschen möglich, sich Zugang zu bestimmten Bereichen seines eigenen Unterbewusstseins zu verschaffen. Diese Technik ist nicht zu verwechseln mit therapeutischen Atemkontrolltechniken bei Angstzuständen oder dem bewussten Hyperventilieren vor einem Freitauchgang.

Den Gegensatz dazu bildet das bereits erwähnte “Pranayama” der alten Yogi. Hierbei wird durch Konzentration und eine meditative Körperhaltung das Atmen bewusst verlangsamt und ein Atemrhythmus erzeugt, welcher dem Rhythmus der Atmung in der REM-Schlafphase ähnelt. Dies soll die Alphawellenaktivität des Gehirns anregen und die Meditation intensivieren. Diese Atemtechnik dient ebenfalls zum effektiven Stressabbau und zur Entspannung.

 

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