Meditation – Angst – Spüre die Freiheit in Dir

Meditation – Angst – Spüre die Freiheit in Dir

Stehst auch Du oft am Fenster, schaust hinaus und wünschst Dir nichts sehnlicher, als endlich wieder am Leben teilhaben zu können? Gibt es da irgendetwas tief in Dir drinnen, das Dich daran hindert, genau das zu tun? Etwas, das Du nicht erklären kannst und das stärker ist als Du und Deine Wünsche?
Vielleicht kreisen Deine Gedanken immer wieder um diese Wünsche und Sehnsüchte, die Dir Bilder aus einer Zeit zeigen, in der Du ohne Angst in diese Welt gegangen bist.
Eine Angst, die Dich daran hindert, hinaus zu gehen, unter Menschen zu sein, in einer Bahn zu sitzen und nicht heraus zu können. Angst, die Dich hindert, zu leben.

Ich lade Dich ein, mich auf eine Reise zu begleiten, die Dich zu einem Ort bringt, an dem Du eine wundervolle Begegnung haben wirst. Bereite Dich vor auf diese Reise, indem Du alles abschaltest, was Dich in Deiner Entspannung stören könnte. Erlaube Dir, einfach mal nur für Dich da zu sein, und nimm dir Zeit für Dich. Du darfst es, denn Du bist wichtig.
Bevor Du in die Entspannung gehst, nimm Dir einen oder auch mehrere Zettel, ganz so, wie es für Dich stimmig ist und schreibe Deine Angst, Deine Ängste auf. Lege diese Zettel auf einen Tisch und mach es Dir bequem.

Wenn Du bereit bist, entspanne Dich. Atme tief ein – so tief, dass die Luft durch Deinen ganzen Körper fließen kann. Spüre, wie diese Luft Deinen Körper erfrischt und stärkt. Nun stell Dir vor, wie es ist, wenn Du einen Luftballon aufpustest und puste so fest Du kannst, die ganze Luft aus Dir heraus. Atme nun noch einmal ein und lasse Deinen Atem ruhig fließen. Schau, wie Dein Brustkorb und Dein Bauch sich langsam und gleichmäßig auf und nieder bewegen. Fühle, wie sich Dein Körper immer weiter entspannt, leicht und ruhig wird.

Reiche mir nun Deine Hand und lasse Dich von mir führen. Gehe mit mir über einen wunderschönen, kleinen Weg, der in sanften Kurven durch einen anmutigen Wald führt. Schnuppere die saubere, klare Luft des Waldes. Rechts und links des Weges siehst Du kraftvolle alte Bäume stehen. Ihre Kronen wiegen sich anmutig im leichten Sommerwind. Schritt für Schritt gehen wir durch den Wald, bis der Weg uns auf einen kleinen Hügel führt.
Von hier oben aus, schaust Du hinunter und erkennst eine weite Landschaft mit saftigen Wiesen und Feldern, auf denen das Korn sich im Wind neigt, so als wollte es Dich begrüßen.

Ein kleines Dorf liegt dort unten vor Dir, von dessen Kirchturm gerade die Glocken den Abend verkünden. Lausche dem Klang der Glocken, die durch das Tal schallen und staune im Licht des herannahenden Abends über die wunderbar warmen Farben des Himmels über Dir. Gehe nun weiter auf dem Weg in das Dorf hinein, während ich hier am Waldrand auf Dich warten werde. Bewege Dich langsam durch die wogenden Felder hinunter ins Dorf. Fühle, wie der Frieden und die Schönheit dieser Landschaft Dich einhüllen.

Gehe langsam weiter und erkenne in der Ferne Menschen, die lachend auf Dich zukommen. Jetzt haben sie Dich erreicht. Schau Dir die fröhlich lachenden Menschen vor Dir an, die Dir liebevoll und anerkennend zulächeln. Eine Person tritt auf Dich zu. Sie legt sanft ihre Hand in Deine und mit ihr gemeinsam, läufst du, Hand in Hand mit ihr, den Weg entlang bis zum Platz in der Mitte des Dorfes. Schau Dich um und betrachte, wie viele sich hier bereits versammelt haben. Sie stehen um einen riesigen Holzstoß herum. Betrachte die Holzstämme und Äste, die übereinandergeschichtet wurden und jetzt vor Dir sind. Ein Lächeln breitet sich aus auf Deinem Gesicht, während Du den Menschen zuschaust, die jetzt beginnen, singend und lachend um den Holzstoß herum zu laufen.

Stelle Dich zu ihnen. Vielleicht bist Du selbst ein wenig überrascht, wie selbstverständlich das für Dich ist und wie gut es sich für Dich anfühlt, Dich zwischen all diesen fröhlichen Menschen zu bewegen, die Dir vor Kurzem noch fremd waren, doch schon jetzt ganz vertraut sind. Fühle es tief in Dir. Du bist jetzt ganz leicht und geborgen inmitten dieser freudvollen Menschen um Dich herum. Schaue empor und erkenne einen jungen Mann, der freudig lächelnd auf Dich zukommt. In seiner Hand hält er eine brennende Fackel. Nun bleibt er vor Dir stehen. Betrachte sein lächelndes Gesicht. Schau nur, wie wunderschön er ist! Während Du in seinen Augen versinkst, vernimmst Du seine Stimme. Er bittet Dich jetzt, zum Zeichen des Willkommens, seine Fackel entgegen zu nehmen und den Holzstoß auf dem Dorfplatz zu entfachen.

Strecke Deine Hand aus und ergreife die Fackel. Fühle sie in Deinen Händen. Fühle die glatte Oberfläche und atme tief den Duft der brennenden Fackel ein. Nun drehe Dich um und bewege Dich langsam auf den Holzstoß zu, der Dich zu rufen scheint.
Je näher Du an den Holzstapel herankommst, desto stärker nimmst Du den Geruch des würzigen Holzes wahr. Fühle die Wärme des Feuers und dein Gesicht erstrahlt im Licht der Fackel, die in Deinen Händen ruht. Jetzt stehst Du direkt vor dem Holzstoß. Voller Ehrfurcht hältst Du nun die Fackel an einen kleinen Ast, um ihn zu entfachen.

Schau nur, wie eine kleine Flamme beginnt, auf dem Ast zu tanzen. Höre das Knistern des Feuers und betrachte voller Staunen, wie die Flamme wächst, wie sie größer wird und von einem Ast zum Nächsten tanzt. Die Flamme tanzt immer weiter, wird größer und größer und trägt das Feuer hinüber zu den anderen Ästen. Immer weiter tanzt das Feuer auf Ästen und Scheiten. Du hast den Holzstoß entfacht und zum Leuchten gebracht und die Menschen um Dich herum schauen Dich lachend, anerkennend und liebevoll an.

Der junge Mann tritt jetzt wieder an Deine Seite. Fühle, wie er ganz sanft Deine Hand berührt. Lege vertrauensvoll Deine Hand in seine und lasse Dich von ihm auf die andere Seite des Holzstoßes führen. Entfache auch hier mit Deiner Fackel einen kleinen Ast. Schaue andächtig zu, während auch hier die Flammen ihren Tanz beginnen und langsam aber stetig den ganzen Holzhaufen zum Lodern bringen. Schaue ganz genau hin. Erkennst Du die kleinen Gesichter der Flammen? Höre, wie sie lachen, während sie von Ast zu Ast springen und tanzen. Es knistert und knackt überall und ein tiefes Gefühl von Wärme und Geborgenheit breitet sich in dir aus. Genieße das Wunder der Gefühle von Freude, die tief in Dir sind und jetzt ihren festen Platz einnehmen in Deinem Sein.

Jetzt lege die Fackel, mit der Du den Holzstoß angezündet hast, sanft auf das Feuer und lausche der leisen Musik, die jetzt, von den Musikern angestimmt, erklingt.
Höre, wie die Musik immer lauter und fröhlicher wird und alle um dich herum beginnen, in die Hände zu klatschen und sich im Takt der Musik zu bewegen. Fühle den Rhythmus. Gib Dich dem Rhythmus, der aus Dir herausklingt, hin. Schau, Deine Füße beginnen wie von selbst in diesem Rhythmus zu tanzen. Du tanzt jetzt mit den Anderen hier ganz selbstverständlich im Kreis um das Feuer herum.
Das freudige Lachen und Singen lässt Dich alles vergessen, was Dich jemals bedrückt hat. In den lachenden Gesichtern spiegeln sich die lodernden Flammen, die Licht in das Dunkel der inzwischen hereingebrochenen Nacht bringen.
Drehe Dich mit ihnen im Kreis und genieße das Gefühl, zu schweben – leicht, unbeschwert, frei von Gedanken an etwas, das vielleicht geschehen könnte, ohne Gedanken – ganz frei und voller Kraft.

Lasse dieses wundervolle Gefühl, das Du so lange vermisst hast, mit all seiner Schönheit und Lebensfreude endlich wieder neu in dir erwachen. Schau, wie der junge Mann, der immer noch mit und neben Dir um das Feuer tanzt, nun eine andere Pechfackel ergreift und sie andächtig am Feuer anzündet. Sieh, wie er Dich anschaut und höre, wie er Dich mit sanften Worten bittet, ihm zu folgen.
Ergreife voller Vertrauen seine Hand, die er Dir anbietet, um Dich zu führen. Es ist dunkel, doch Du weißt, Du bist frei von Angst. Er ist bei Dir, mit Dir und neben Dir. Gemeinsam geht ihr langsam hinauf auf den kleinen Hügel, der vor euch liegt. Schau, wie die Fackel den Weg erleuchtet, sodass kein Fuß sich an einem Stein stoßen kann.

Jetzt seid ihr auf dem Hügel angekommen. Schaue hinunter auf die Menschen, die immer noch fröhlich um das Feuer tanzen, das Du entzündet hast.
Lasse Dich von Glück und unermesslicher Freude durchströmen und erfüllen bei dem Gedanken, dass Du das Licht in diese Nacht gebracht hast. Schau vor Deinem inneren Auge noch einmal die kleinen, tanzenden Flammen, die lachend über die Äste tanzen und das Feuer von einem Ast zum Nächsten tragen, um dann gemeinsam zu einer großen Flamme zu erwachen, die weit ins Land hineinleuchtet und den Menschen Wärme und Licht bringt.

Du ganz allein, hast dieses große Feuer entzündet. Das Feuer, das den Menschen so viel Freude bringt und sie lachen und tanzen können. Feuer, vor dem die Menschen auch oft Angst haben, dass jedoch, wenn es im rechten Moment gezündet wird, Leben und Licht bringt. Erkenne all dies und schaue den jungen Mann an, der Dich gebeten hat, das Feuer zu entzünden. Erkenne, dass er Dir die Möglichkeit dieser Erfahrung geschenkt hat, dieses Gefühl der Liebe und Geborgenheit kennenzulernen. Schau ihn an und bewundere voller Staunen seine Gestalt und seine Schönheit und erkenne, wie sein ganzer Körper strahlt. Schau, wie sich in seinem Gesicht die Flammen widerspiegeln, die unten auf dem Dorfplatz wärmend zum Himmel lodern. Betrachte ihn Dir und siehe, wie er erstrahlt in den Farben des Feuers – Gold – Gelb – Orange und Rot. Spüre, wie die Luft und die Atmosphäre um ihn herum von der Wärme seines Feuers vibriert. Vernimm seine sanfte Stimme, während er zu sprechen beginnt. Schließe, von seiner Stimme getragen, deine Augen und höre die Worte, die er jetzt zu dir spricht.

“Geliebtes Menschenkind! Ich bin der Engel des Feuers und ich möchte Dir zeigen, dass Du vor nichts und niemand Angst haben musst. Auch nicht vor dem Feuer, vor dem Leben. Du hast gesehen und erfahren, dass Du selbst bestimmst, was und wann etwas brennen darf. Niemand außer Dir selbst kann dies für Dich bestimmen. Willst Du Angst haben, dann wirst Du sie haben. Willst du angstfrei sein, dann wird sie von Dir gehen.
Erinnere dich an das Feuer, das Du mit Deinen Händen entfacht hast. Auf diese Weise kannst Du alles entfachen. Angst und Freiheit. Es liegt ganz an Dir. Behalte diese Flammen der Freiheit in Deinen Gedanken, in Deiner Seele und trage sie immer bei Dir. Nichts kann Dich dann ängstigen. Du bist frei davon jetzt für alle Zeiten!”

Seine Wärme umhüllt Dich mehr und mehr. Das strahlende Licht des Engels umhüllt Dich wie ein Mantel. Dies ist ein Mantel, der Dich schützt vor allem, was geschehen könnte. Er schützt Dich vor der Furcht und der Angst, die Du jetzt hinter Dir lassen darfst.
Ganz langsam, mit diesem wunderbaren Gefühl der Gewissheit, der Freiheit in Deinem Herzen, gehe jetzt, begleitet vom Engel des Feuers, zurück zu den Menschen auf dem Dorfplatz, die immer noch freudig um das Feuer tanzen. Jetzt seid Ihr angekommen. Schau, wie der Engel des Feuers ein kleines Bündel Äste ergreift und vernehme wieder seine sanfte Stimme, die Dir so vertraut ist.

“Schau, jeder dieser kleinen Äste steht für die Ängste der Menschen. Angst vor dem Alleinsein, Angst vor der Zukunft, Angst vor geschlossenen Räumen, Angst vor dem Autofahren, Angst vor Tieren, Angst vor dem Leben. Hilf Dir und allen Menschen, indem Du diese kleinen Äste in das Feuer wirfst und mit ihnen all diese Ängste verbrennst.”
Nimm auch Du langsam und vorsichtig den ersten kleinen Ast. Betrachte in Dir aufmerksam. Erkenne, welche Angst er darstellt und übergebe ihn der reinigenden, erlösenden Kraft des Feuers.
Schau, wie der kleine Ast beginnt, zu knistern und langsam kleine Flammen über ihn hinweg tanzen. Die Angst verbrennt und es beginnt die Freiheit.
Nimm nun den zweiten Ast, gebe ihm den Namen einer Angst und übergib auch ihn den Flammen. Schau zu, wie die kleinen Flammen über ihn hinweg tanzen und alles verbrennen.

Beginne zu lachen, denn es ist wunderschön, zu sehen, wie alle Ängste verbrennen und sich verwandeln in das Bewusstsein von Freiheit, Kraft und Stärke. Nimm nun einen der kleinen Äste nach dem anderen.
Gib jedem dieser kleinen Äste eine andere Angst und übergib sie der Kraft des heilenden Feuers.
Je kleiner das Bündel in deiner Hand wird, je mehr Ängste transformiert sind, desto leichter, freier und unbeschwerter fühlst du Dich.
Jetzt sind alle kleinen Äste verbrannt, verwandelt, transformiert. Und während ein Lächeln der Erleichterung über Dein Gesicht gleitet, erkenne, dass der Engel des Feuers seine Hand in den Holzstapel hineinreicht und eine kleine Flamme, die gerade noch über einen Ast tanzte, in seine Hand nimmt.

“Hier”, lächelt er dir zu, “diese kleine Flamme wird immer für Dich brennen. Halte sie fest bei Dir. Nimm sie ganz in Dich auf. Du brauchst nur Deine Hand zu öffnen, wenn Dich wieder mal eine alte Angst überfällt. Du wirst die kleine Flamme in Deiner Hand sehen und Dich an alles erinnern, was Du hier erlebt und erfahren hast. Im gleichen Augenblick wird Deine Angst verschwinden und sich transformieren, wie die kleinen Äste im Feuer.”
Schau, wie die kleine Flamme still und sanft in Deiner Hand lodert – still und mit anmutigen Bewegungen, leicht schwingend im sanften Abendwind.
Lausche der sanften Stimme des Engels des Feuers, der wieder zu Dir spricht. “Kehre nun zurück in Deinen Alltag. Erinnere Dich immer an die Flammen der Freiheit, die Du entzündet hast und an die Flamme der Transformation, die dauerhaft in Deinen Händen verankert ist.”

Nimm nun Abschied. Lass Dir die Zeit, die Du brauchst, um Abschied zu nehmen, in der Gewissheit, dass der Engel des Feuers Dich niemals verlässt.
Jetzt winke auch den Menschen um Dich herum, die Deine Erfahrung geteilt haben, liebevoll zum Abschied. Umfange noch einmal die friedvolle Szene hier mit Deinem Blick und integriere sie tief in deinem neuen Sein. Mache Dich nun langsam und voller Freude auf den Rückweg. Fort von den lachenden, singenden Menschen, hinein in Dein neues Leben in Freiheit.
Halte vorsichtig die kostbare Flamme in Deiner Hand und fühle die tiefe Dankbarkeit in Dir, während Du auf den Hügel hinauf gehst, hin zum Rand des Waldes, wo ich auf Dich warte.

Genieße das warme, befreite Gefühl, das Dich nun tief in Dir begleitet.
Nimm wahr, wie auch ich Dich anerkennend und freudig begrüße und dann gehe, gemeinsam mit mir, auf dem gleichen Weg, der uns her führte an meiner Seite, durch den Wald zurück in Dein Jetzt und Hier. Atme tief durch. Genieße noch ein wenig das Gefühl der wunderbaren Wärme, die Du in der Nähe des Feuers und des Engels gespürt hast.
Bewahre Dir dieses Gefühl von Geborgenheit und Liebe. Schaue dabei auf die kleine Flamme in Deiner Hand, die Du nun immer bei Dir tragen wirst. Sie wird Dir immer wieder zeigen, dass Angst keinen Raum mehr in Deinem Leben hat. Lasse sie leuchten, wann immer Du fühlst, dass das Dunkel versucht, Dich einzuholen. Betrachte sie und sage nur diese drei Worte: ICH BIN FREI.

Wenn Du magst und auch aktiv mit deinen Händen im Wachbewusstsein dich endgültig befreien möchtest, dann nimm jetzt die Zettel, die Du vorbereitet hast und verbrenne sie in Gedanken an das Feuer, das Du gemeinsam mit dem Engel des Feuers angezündet hast.
Denke daran, dass nur Du selbst bestimmst, was und wer Dir Leid zufügen kann. Lebe Dein Leben und genieße es, zu wissen, dass du das Feuer der Freiheit entzünden kannst.

Meditation aus meinem Buch – Traumpfade für die Seele

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