MEINE LIEBE KATZE – Spinnt sie (jetzt)?
Vistano Beraterin KarinDorothee - Beraterblog
Echte Verhaltensstörungen sind Gott sei Dank selten. Die meisten Probleme beruhen auf ganz normalem Katzenverhalten. Die Kunst besteht also darin, herauszufinden, warum sie tut, was sie tut – oder er, der Kater.
Manches störende Verhalten beruht darauf, dass Deine Katze gestresst ist oder sich nicht wohlfühlt. Da möchten wir als liebende Katzeneltern doch sofort gegensteuern.
Sie miauen übertrieben viel, werfen Dinge vom Schrank, kippen die Blumenvase um oder kratzen an unseren Polstermöbeln. Sie attackieren unseren großen Zeh oder die andere Katze, die im Haus lebt, oder pinkeln gar in die Wohnung.
Kratzen
Eine Katze kratzt draußen an einem Baum, weil sie damit ihren Status darstellen will und anderen Katzen und Katern zeigt, wer sie ist – ähnlich wie der Porsche vor der Haustür. (Nein, ich habe keinen Porsche vor der Haustür.)
Dabei ist es wichtig, dass sie neben dem Sofa genügend Alternativen hat, an denen sie sich kratzend austoben kann. Am besten sind hohe Kratzbäume, an denen sie sich ausreichend strecken und auch klettern kann. Oft lieben Katzen aber auch auf dem Boden liegende Kratzpappen oder Fußmatten.
Markieren
Wir verteilen Visitenkarten, Deine Katze setzt eine Urinmarke. Weil sich die Reviere von Katzen oft überschneiden, teilen sie sich auf diese Art mit, wer wann wo ist. In Haus und Wohnung ist das eher unerwünscht, ich weiß. Wenn dauerhaft eine andere Katze da ist, macht das die Situation nicht unbedingt leichter.
Wenn Deine Katze in die Wohnung macht, gilt es als Allererstes, organische Ursachen auszuschließen. So kannst Du sicher sein, dass keine Krankheit dahintersteckt. Anschließend kannst Du die Katzentoilette optimieren: Vielleicht stellst Du sie an einen anderen Ort oder stellst mehrere auf – immer eine mehr, als Katzen im Haushalt leben.
Wichtig ist auch, dass Du versuchst, den Stress für die Katze zu reduzieren, zum Beispiel durch beruhigende Pheromonsprays. Ebenso wichtig sind regelmäßige Spieleinheiten, bei denen Du Dich fünf bis zehn Minuten lang ganz Deiner Katze widmest.
Gerade für Wohnungskatzen gilt: Hat sie keine Beschäftigung, sucht sie sich eine.
Es gibt kein großes Revier zu durchstreifen oder Grenzen abzustecken. Alles bleibt relativ gleich. Sie langweilt sich und fällt dann immer mal wieder über die Mitkatze her. Das ist mir besonders aufgefallen, als meine Katzen noch nicht raus durften. Wenn man eine Katze ins Haus holt, sollte man sie mindestens sechs Wochen drinnen lassen, damit sie sich an die neuen Gerüche gewöhnen und später, wenn sie nach draußen dürfen, den Weg nach Hause wiederfinden.
Seit sie dann raus durften, haben sie nicht annähernd so viel miteinander gezankt und gekämpft wie in der Zeit, in der sie noch drinnen bleiben mussten. Sie haben damals auch viel mehr Unsinn angestellt.
Nun ist mir bewusst, dass nicht jeder seine Katze rauslassen kann, weil er oder sie vielleicht an einer Hauptstraße wohnt. Dann braucht es einfach mehr Abwechslung. Und zur Not stehe ich gerne mit meiner Fähigkeit der Tierkommunikation zur Verfügung, um die Katze zu fragen, was sie sich wünscht.
In Liebe
Deine Karin
Foto: Pixabay



