Alister Crowley-Kartendeck

Tarotkarten: Königin der Stäbe

Was ist das Alister Crowley-Kartendeck?

Es gibt viele verschiedene Erklärungsansätze für die Ursprünge des Tarock. Das Wort stammt vermutlich aus dem Französischen und ist der Name eines Kartenspieles, das auch in italienisch als Tarocchi bezeichnet wird. Es handelt sich um ein Kartenorakel, das etwa seit dem 15. Jahrhundert bekannt ist. Ein Deck besteht in der Regel aus 78 Karten. Diese Zahl entspricht der Summe der ersten zwölf Zahlen. Sie teilen sich auf in die große Arkana, auch Trumpfkarten genannt und die kleine Arkana. Diese wiederum ist aufgeteilt in 40 Zahlenkarten und 16 Hofkarten. Diese sind in vier Serien oder Farbsätze unterteilt: Stäbe, Schwerter, Kelche und Münzen. Diese Symbole ergaben später im konventionellen Kartenspiel Kreuz, Pik, Herz und Karo. Arkanum bzw. Arkana kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Geheimnis. Das große Arkanum besteht aus 22 Karten. Diese sind Einzelmotive, die keine Wiederholung kennen und auf Grund ihrer Nummerierung eine klare Reihenfolge bilden. Am bekanntesten sind das Marseille-, das Rider-Waite- und das Crowley-Kartendeck.

Wer war Aleister Crowley?

Edward Alexander Crowley wurde 1875 in Leamington Spa als Sohn eines Bierbrauers und dessen Frau Bertha geboren. Als sein Vater an Zungenkrebs starb, erbten seine Frau und sein elfjähriger Sohn ein kleines Vermögen. Mit dem Geld sollte Crowley später seine Weltreisen, Bergtouren und sonstige Extravaganzen finanzieren. Den Vornamen Aleister nahm er erst 1897 an. Er war Magier, Okkultist, Schach-Genie, Bergsteiger, Sekten- und Geheimbundgründer sowie Erfinder des Thoth-Decks. Crowley entwickelte nicht nur seine eigene Religion Thelema, er probierte auch reihenweise Glaubenssysteme und -praktiken aus – darunter Buddhismus, Taoismus, Tantrismus, Hinduismus, Yoga, Meditation und Sexualmagie.

Was ihm gefiel, ließ er in seine Religion mit einfließen. Das wichtigste Gebot daraus ist ebenso oft zitiert wie missverstanden: „Tu was du willst. Dies sei das ganze Gesetz”. Er gilt als Erfinder des modernen Satanismus, nannte sich selbst “das große Tier 666” und erfand die “Sex Magick”. Crowley wurden Sodomie, Mord und rituelle Vergewaltigungen vorgeworfen. Von 1940 bis 1944 arbeitete er am Buch Thoth, der Interpretation der Wahrsagekarten im Licht der jüdischen Zahlendeutung und der geistigen Philosophie von Thelema. Am ersten Dezember 1947 starb er in Hastings. Seine letzten Worte waren „I’m perplexed“, was übersetzt „Ich bin überrascht“ heißt. Im heute verstandenen Wortsinne war Aleister Crowley wohl weder Satanist noch Schwarzmagier. Er war exzentrisch, experimentierfreudig, rücksichtslos und maßlos in allen Dingen, die er in Angriff nahm.

Was ist das Besondere am Crowley-Deck?

Die britische Künstlerin Frida Harris arbeitete ab 1939 fünf Jahre daran alle 78 Karten des Crowley-Toth-Decks zu malen. Crowley musste Frida Harris angeblich dabei versprechen, während der ganzen Entstehungszeit der Karten keine schwarze Magie auszuüben. Auffällig sind die intensiven und eindrucksvollen Farben, Formen und Figuren. Jeder Pinselstrich, jede Farbe und Form hat seine eigene tiefe Symbolik. Je mehr man sich in die Karten vertieft, umso kraftvoller wirkt das Zusammenspiel zwischen diesen. Die offensichtliche und versteckte Symbolik der Karten beruht auf psychologischen Archetypen und erschließt sich daher jedem Betrachter in der für ihn zutreffenden Weise intuitiv. Sie gibt einen selbst erklärenden, ersten emotionalen Eindruck und hilft bei der Deutung – auch ohne unbedingt auf Begleitliteratur zurückgreifen zu müssen.

 

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