Das Einhorn – die Geschichte

Energetische Orte: Teutoburger Wald

In nahezu jedem Kulturkreis tritt das Einhorn in Geschichten, Erzählungen und Bilddarstellungen auf. In Europa repräsentiert es oft Reinheit und Liebe, im alten Griechenland wurde es mit buntem Horn beschrieben und schon in Mesopotamien taucht es auf Wandgemälden auf.

Das Einhorn ist ein Wesen aus Legenden und hat über viele Jahrhunderte hinweg sein Aussehen in den Beschreibungen immer wieder verändert. Meist wird es als magisches Wesen beschrieben, das Glück bringen soll und dessen Horn Krankheiten heilen kann und die Menschen vor dem Bösen schützt. Doch was steckt tatsächlich hinter dem Mythos des Einhorns und woher stammt es in Wirklichkeit?

Der Ursprung des Einhorns

Ganz genau lässt sich nicht zurück verfolgen, woher das Einhorn kommt bzw. um was für ein Wesen es sich tatsächlich handelt. In der europäischen Tradition wird das Einhorn als weißes Pferd mit einem Horn in der Mitte der Stirn beschrieben. Manchmal besitzt es gespaltene Hufen, einen Löwenschwanz oder einen Ziegenbart. Auch kann es Flügel haben und erinnert somit an Pegasus. Eine Annahme geht davon aus, dass es sich bei dem Einhorn eigentlich um ein Rind oder eine Ziege handelte.

Im orientalischen Kulturkreis im 3. Jahrhundert vor Christus, band man zu kultischen Zwecken, den Tieren die Hörner zusammen, sodass diese zusammenwuchsen und sich daraus ein Horn bildete. Eine andere Ursprungstheorie besagt, dass es sich bei den Einhörnern ursprünglich schlicht um Nashörner handelte. Diese wurden bei einer Expedition in Asien entdeckt und von den Reisenden als `unicornus´(lat. Einhorn) beschrieben. Marco Polo soll bei seinen Reisen davon berichtet haben. Da man im europäischen Kulturkreis keine Nashörner kannte, konnte der Phantasie über das Aussehen dieser Tiere freien Lauf gelassen werden. So verwandelte sich seine Gestalt mit der Zeit immer mehr in die eines weißen Pferdes.

Der mythologische Hintergrund

Mythologisch betrachtet taucht das Einhorn sowohl in der christlichen Mythologie auf, als auch in der persischen Schöpfungsgeschichte und dem indischen Mythos. Den Ursprung schreibt man heute jedoch der griechischen Mythologie zu. Der Ziege Almathea, welche Zeus gesäugt hatte, soll dieser ein Horn abgeschlagen haben. Zu Ehre der einhörnigen Ziege, gab man dieser den Körper eines Pferdes.

Somit lassen sich auch der beschriebene Ziegenbart und die gespaltene Hufe des Einhornes erklären, welche ebenfalls Überreste aus der griechischen Mythologie sind. Teil des Mythos ist auch die Erzählung, dass Einhörner mit dem Elfenvolk befreundet sind und sich mit diesen gemeinsam in Vollmondnächten treffen, um den magischen Elfentänzen beizuwohnen.

Im Jahre 2008 entdeckte man in einem italienischen Naturpark ein junges Reh, das durch einen Erbfehler bedingt, ein Horn auf der Stirn trug. Diese Entdeckung lies einige Wissenschaftler vermuten, dass in der Vergangenheit entdeckte Rehe mit nur einem Horn eventuell zu dem Einhorn-Mythos beigetragen haben könnten. Allerdings lässt sich der genaue Ursprung des Mythos bis heute nicht feststellen.

 

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