Marseille-Deck

Tarotkarten: Königin der Stäbe

Eine vollständige Ausgabe von Orakelkarten wird als Satz oder Deck bezeichnet. Heute existieren Hunderte verschiedener Decks. Teilweise unterscheiden sie sich nur unwesentlich, es gibt aber auch Karten, die sich ganz erheblich von den anderen Decks unterscheiden.

Allen gemeinsam ist, dass das ursprünglicke Tarock aus 78 Karten besteht. Addiert man die Zahlen 1 bis 12, so ergibt dies 78, also die Summe der Karten eines Decks. Allerdings gibt es auch Decks, die aus 74 oder 80 Karten bestehen können. Die 78 Karten teilen sich in das sogenannte große und kleine Arkana. Es gibt drei Decks, die zu den bekanntesten und einflussreichsten gehören. Das Rider-Waite-, das Crowley- und das Marseille-Deck.

Das Marseille-Deck

Orakelkarten sind sehr beliebt, um einen Blick in die Zukunft zu werfen. Aber auch, um aktuelle Fragen des Lebens zu klären. Die ersten Marseille-Decks stammen schon aus dem 16. Jahrhundert und sehen der heutigen Version sehr ähnlich. Das Deck, wie wir es heute kennen, wurde im Jahr 1760 in der Kartenmanufaktur von Nicolas Conver in Marseille hergestellt. Er verwendete für die Bilder alte Holzstiche als Vorlagen. Conver kolorierte diese lediglich in blau, rot, gelb und grün. Die Farbkonstellation soll an die vier Elemente Wasser, Feuer, Erde und Luft erinnern. Deren Bedeutung ist heute sehr wichtig. Auffällig ist, dass die Karten des kleinen Arkanums nur die Symbole in den italienischen Farben in der entsprechenden Anzahl enthalten. Durch die Verwendung von nur vier Farben wirken die Karten in der Regel sehr alt und oft auch etwas grobschlächtig.

Ursprünglich enthielt das Kartendeck zwei Karten, die im Deck von de Besançon unbenannt wurden. Es handelt sich um die Karten der Päpstin und des Papstes, diese hat man in Jupiter und Juno umbenannt. Auch im Nachfolgedeck ist diese Änderung übernommen worden. Es gibt ein weiteres Kartendeck, das sich eng an das Marseille-Deck anlehnt. Dabei handelt es sich um das Oswald-Wirth-Deck.

 

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