Tai Chi – Weg zu Anmut und Ruhe

Tai Chi – Weg zu Anmut und Ruhe

Tai Chi ist uns im Westen vor Allem als eine Entspannungsübung zum Abbau von Stress und finden innerer Ruhe bekannt. Etwas abfällig als Chinesisches Schattenboxen betitelt hat es völlig den Bezug zur Kampfkunst aus der es entstanden ist verloren. Dabei unterscheidet es sich auf Grund seiner langen Tradition und Entstehungsgeschichte stark von anderen als Entspannungsverfahren bezeichnete Verfahren wie autogenem Training oder progressiver Muskelentspannung.

Die Geschichte des Taijiquan

Die in der Langform Taijiquan genannte Bewegungsform aus Asien ist historisch nicht so leicht zu verorten. In neuerer Zeit belegt ist aber, dass wir Tai Chi nur deshalb in fast jeder Stadt in einem Verein lernen können, weil die Kulturrevolution in China ihre Meister und Lehrer vertrieb. Um uns den Zugang zu erleichtern, wurden die Bewegungsabläufe gekürzt, werden auf Grund der großen Beliebtheit jedoch auch wieder in ihren ursprünglichen Formen gelehrt. Der Legende fand Taijiquan seinen Ursprung in einem großen Meister des Daoismus, der in einer Bergregion Chinas, in der sich auch viele Klöster befanden, den Kampf zwischen einem Kranich und einer Schlange beobachtete. Hieraus entstand dieser Geschichte nach diese „innere Kampfkunst“, die sich auf Intuition und die Erfahrungslehren aus dem Daiosmus bezieht. Diese neue Kampfkunst wurde dann in den Klostern gelehrt und später durch einen Mönch in eines der anliegenden Dörfer gebracht. Hier soll sich das Wissen und die Praxis über Generationen als Familiengeheimnisse weiterentwickelt haben. So sollen auch die unterschiedlichen „Familienstile“ entstanden sein. Im sechzehnten Jahrhundert schrieb ein General dann die ersten Instruktionen zu diesem Kampfstil nieder und verbreitete sie.

Die Praxis des Tai Chi

Heute ist in China durch die Öffnung gegenüber alternativen kulturellen Betätigungen Taijiquan wieder sehr beliebt – vor Allem bei jungen Menschen steht der Kampfkunst-Aspekt in China wieder im Mittelpunkt. Ganz anders findet Tai Chi auch im Westen immer mehr anklang. Hier wird eher auf die beruhigenden, entspannenden und meditativen Aspekte wertgelegt, die in unserer Gesellschaft anscheinend vor Allem zu kurz kommen und für die Menschen nach Ausgleich suchen. Allerdings gibt es auch bei uns einige Menschen, die in sehr traditionellen Vereinen Tai Chi als Lebensphilosophie lernen und praktizieren. Hierbei geht es auch um die Integration der Konzepte hinter den Formen auf den Alltag. In den Formen sollen die subtilen Energieflüsse und der eigene Körper gespürt werden und im Aspekt der Kampfkunst die Energie des Angreifers durch ein geschmeidiges Umlenken auf ihn zurück geworfen werden. Als Lebensphilosophie wird dies auf alle Interaktionen angewandt, sodass man sich durchlässig und entspannt Problemen und Aufgaben widmen soll. Wenn man diese Art des Seins und der Bewegung übt, kann dies zu einem harmonischeren und glücklicheren Verhältnis zur eigenen Umwelt führen.

 

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