Aeshma

In der zoroastrischen Tradition ist Aeshma ein Dämon aus dem Buch Avesta. Darin steht er für Zorn, Wut und Raserei, symbolisiert schlechte und bösartige Eigenschaften. Andere Formen des Namens Aeshma sind „Ešm“ oder „Xešm“ sowie im „Buch der Könige“ „Xašm“. Als unheilbringender Geist oder Dämon zählt Aeshma zu den so genannten Daevas, die Eigenschaften wie Zorn und Begierde, Mord und Rausch, Gier und Wut über die Menschen bringen. Gleichzeitig ist Aeshma der Feind der Rinder.

Meist wird er als einer der sieben Erzdämonen des Zoroastrismus gesehen. In Schilderungen wird er als kleines, haariges Wesen beschrieben, das die Menschen zu Grausamkeiten und allerlei schlechten Verhaltensweisen anstiftet. Alles in allem also kein netter Geselle, sondern eher jemand dem man nachts nicht unbedingt über den Weg laufen möchte.

Zoroastrismus

Der Zoroastrismus ist eine Religion oder religiöse Tradition aus dem afghanischen und iranisch-persischen Raum, die etwa 1800 bis 600 vor Christus entstand und von Zarathustra begründet wurde, weshalb ihre Anhänger manchmal auch Zarathustrier statt Zoroastrier genannt werden.

Die Religion ist monotheistisch und dualistisch, das heißt, es herrscht der Glaube an einen Gott vor und die Welt wird als polar, geteilt in Gut und Böse, beschaut. Dies ist am deutlichsten daran zu erkennen, dass zwischen dem guten Schöpfergott Ahura Mazda (Ohrmazd) und seinem Widersacher, dem bösen Dämon Ahriman (Angra Mainyu) unterschieden wird, ähnlich wie die Opposition, die Gott und der Teufel im Christentum bilden.

Heutzutage gibt es noch etwa 150.000 Anhänger, die meisten im Iran sowie in Pakistan und Indien. In letzteren Gebieten werden die Zoroastrier meist als Parsen bezeichnet. Das heilige Buch, ähnlich der Bibel im Christentum oder dem Koran im Islam, ist die Avesta. Die Avesta wurde von Zarathustra selbst und von seinen Jüngern verfasst, das ursprünglich aus 21 Büchern bestand. Yasna werden die 72 überlieferten Kapitel des Avesta genannt, die auch heute noch im Gottesdienst verwendet werden, während sich wohl 16 Kapitel, die sogenannten Gathas (Gesänge) auf Zarathustra selbst zurückführen lassen.

Aeshma als Botschafter Ahrimans

In dieser Unterteilung zwischen Gut und Böse steht Aeshma als Dämon des Zorns auf Seiten Ahrimans. Auf der anderen, der guten Seite steht der Heilige Amesha Spenta als Verkörperung der Wahrheit. Der Hauptwidersacher Aeshmas allerdings ist Sraosha, der die Prinzipien religiöser Hingabe und Disziplin verkörpert. Aeshma steht diesen Prinzipien insofern entgegen, als dass er versucht die Menschen von diesem rechten Pfad abzubringen, indem er die Bedeutung von Opferungen verzerrt sowie zu Brutalität gegen Zuchttiere und im Krieg wie auch Trunkenheit anstiftet.

Schutz vor Aeshma

Um sich vor Aeshma zu schützen, hilft es laut dem Zoroastrismus ein Gebet aufzusagen. Dadurch werden die guten Heiligen angerufen, die einen vor den bösen Dämonen, darunter Aeshma, schützen. Letztere versuchen ständig die Menschen in Versuchung zu führen und so hilft nur das regelmäßige wiederholen der Gebete, um die schlechten Eigenschaften wie Zorn, Wut, Gier und Gewalt fern zu halten.

 

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