Exorzismus – gibt es das wirklich?

Dämonen

Viele Kinofilme haben den Exorzismus zum Thema gemacht. Was kinowirksam aufbereitet wird, ist in der Realität leider immer noch Alltag. Noch immer werden Teufelsaustreibungen vorgenommen. In der christlichen Welt gehört der Exorzismus und der Kampf gegen Dämonen immer noch zur Glaubenslehre. Der Exorzismus hat seine Wurzeln in der Antike. In dieser Zeit wurde jede Art von psychischer Störung schnell als Besessenheit diagnostiziert.

So wurden Epileptiker meist als Besessene betrachtet und entsprechend „behandelt“. In der modernen Medizin und Psychologie gilt die „Besessenheit“ heute eher als Ausdruck einer psychischen Störung oder einer organischen Krankheit. Der Exorzist versucht bei seinen Ritualen, den direkten Kontakt mit dem Geist oder den Dämonen herzustellen. Dabei reicht dies vom Dialog, über das Gebet bis hin zum Tanz in einer Art von Trancezustand.

Ablauf des Rituals

Das Ritual selbst wird von der katholischen Kirche genau vorgeschrieben und läuft in folgenden Schritten ab.

  1. Die Besprengung mit Weihwasser
  2. Wortgottesdienst Litanei
  3. Psalmen oder Psalmenoration
  4. Evangelium und die Handauflegung
  5. Dem Glaubensbekenntnis und dem Zeigen des Kreuzes
  6. Gefolgt vom deprekativen  (in Form einer Fürbitte formuliert) oder imprekativen(Beschwörung) Exorzismus

Im Anschluss wird ein Danklied gesungen und ein Gebet gesprochen. Den Abschluss bildet der Segen des Exorzisten. Wie häufig heute noch der Exorzismus betrieben wird, ist unklar. Offenbar ist die Dunkelziffer an vermeintlichen Teufelsaustreibungen aber recht hoch. Die Katholische Kirche hält nach wie vor an den umstrittenen Praktiken fest. Sie unterhält eigene, speziell ausgebildete Priester, die als Exorzisten tätig sind. Leider ist es dabei in der Vergangenheit immer wieder zu Todesfällen gekommen. Viele, der hollywoodreifen Fälle haben sich dabei auch in Europa abgespielt. Wie man heute weiß, sind es meist sehr gläubige Menschen, die an ihre eigene Besessenheit glauben. Offenbar ist ihnen der Gedanke an eine Fremdsteuerung durch höllische Mächte vertrauter und angenehmer, als die Erkenntnis, dass sie an einer psychischen Krankheit leiden.

 

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