Die chinesische Alchemie

Die chinesische Alchemie

Alte Quellen bezeichnen die chinesische Alchemie oft als den “Weg des goldenen Elixiers”. Fachleute unterteilen die chinesische Alchemie dabei in Waidan und Neidan. Wobei der Begriff Waidan (chinesisch 外 丹, Pinyin wàidān) hier die äußere Form beschreibt. Ganz im Gegensatz zu Neidan (chinesisch 内 丹, Pinyin nèidān) dies bezeichnet die innere Alchemie.

Was versteht man unter Waidan?

Beim Waidan geht es in erster Linie um die Herstellung eines Elixiers der Unsterblichkeit. Es besteht aus Mineralien, Metallen oder Pflanzen. Gleichzeitig umfasst Waidan eine Fülle an unterschiedlichen Praktiken und Doktrinen. Die Wurzeln des Waidan liegen in der Han-Zeit und der Tang-Zeit. Du musst Dir das Ganze so vorstellen, dass für das Waidan Zeremoninien und Rituale praktiziert wurden, die sowohl Götter als auch Dämonen betrafen. Diese Zeremonien dienten ursprünglich dazu, einen ursprünglichen Daseinszustand zu erreichen.

Was ist Neidan?

Neidan entspringt der daoistischen Schule der inneren Alchemie. Entstanden ist Neidan während der Song- und Yuan-Dynastie in China. Im Gegensatz zur äußeren Alchemie betreibt die innere Alchemie eine Erleuchtungstechnik. Neidan beinhaltet Techniken der existentiellen und intellektuellen Integration. Dabei wurden spekulative Elemente aus dem Buddhismus übernommen. Wie etwa die des Gong’ans (Koan) und Spekulationen über Leere (Wu) und Dasein (You), das Yijing.

Wie kann man Neidan Texte erkennen?

Möchtest Du einen der Neidan-Texte erkennen, so achte auf die typischen Merkmale wie etwa:

  • Die Techniken der psychischen und geistigen Schulung
  • Die Einbeziehung von daoistischen Strömungen wie Visualisierungen oder Atemübungen
  • Die Verwendung der Trigramme und Hexagramme des Yijing
  • Chemische Techniken mit metaphorischer und symbolischer Bedeutung

Was sind die Ziele der inneren Alchemie?

Ziel der inneren Alchemie ist die Geburt eines neuen Menschen. Dieser soll in der Lage sein, den Geist über die Welt zu erheben. Dabei geht es nicht um physische Unsterblichkeit, sondern um die inneren Prozesse, die den Geist über die Welt setzen. Nach dem Vorbild des Chan-Buddhismus werden dazu Klöster errichtet, in denen man zölibatär lebt und Enthaltsamkeit von Alkohol, Fleisch, Begierden, Zorn und Reichtümern übt.

 

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