Die Schulen des Buddhismus – Hinayana

Die Schulen des Buddhismus – Hinayana

Hinayana (Sanskrit हीनयान hīnayāna , „minderes Fahrzeug“) gilt in der buddhistischen Welt als abwertend betrachtete Bezeichnung des Mahayana-Buddhismus. Zu ihr zählen alle Strömungen des Buddhismus, die nicht zum Mahayana gehören.

Woher stammt der Begriff und was bedeutet Hinayana?

Der Name Hinayana ist seit dem Entstehen des Mahayana in Gebrauch. Das Mahayana erhebt den Ansprung, in seiner Zielsetzung „größer“ (maha) zu sein als die Anhänger der alten Weisheitsschule. Diese werden daher als „klein“ (hina) bezeichnet. Nach dem zweiten buddhistischen Konzil sollten die bisher nur mündlich überlieferten Lehren Buddhas verschriftlicht und auf einen Konsens gebracht werden. Allerdings scheiterte dieses Vorhaben und das Konzil spaltete sich in zwei Lager. Es spaltete sich eine große Gruppe ab, die der Meinung war, dass die strengen Ordensregeln des Theravada gelockert werden sollten. Diese Mönche nannten sich Mahasanghikas. Die Spaltung des Buddhismus war damit vollzogen.

  • Mahayana, das große Fahrzeug,
  • Hinayana, das kleine Fahrzeug.

Das kleinere Fahrzeug (Hinayana) gilt es sehr exklusiv und verlangt von seinen Anhängern eine hohe disziplinäre Strenge. Jedoch waren nur wenige Menschen in der Lage, sich dieser Strenge zu unterwerfen und damit Erlösung zu finden. Das größere Fahrzeug also das Lager der Mahayana setzte sich für die Lockerung der Regeln ein.

Wo existiert das Hinayana?

Der Theravada gilt als die größte und einzige überlebende Linie des Hinayana. Sie ist in Südostasien in Längern wie Sri Lanka, Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha und zum Teil auch in Vietnam verbreitet. Es existieren aber auch andere Schulen des Hinayan, die allerdings heute nicht mehr praktizieren wie etwa die Mahasanghika, der Pudgalavada, der Sarvastivada und die Sautrantika.

Wofür steht Hinayana im tibetischen Buddhismus?

In Tibet werden die Begriffe Hinayana und Mahayana im Zusammenhang mit einer Motivation für die Erleuchtungsbemühung benutzt. Sie stehen für die Motivation des Übenden, für sich oder zum Wohle aller, die Erleuchtung zu erlangen. Praktiziert wird im tibetischen Buddhismus die Haltung des Mahayana. Hinayana bleibt allerdings meist nur ein theoretisches Konstrukt.

 

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