Die Schulen des Buddhismus – Mahayana

Die sechs befreienden Handlungen des Buddhismus

Der Begriff Mahayana ist Dir sicher bekannt. Der Name stammt aus dem Sanskrit महायान und wird mahāyāna geschrieben. Dabei bedeutet, „mahā“ „groß“ „yāna“ heißt „Fahrzeug“ oder „Weg“, also großes Fahrzeug oder auch großer Weg. Es handelt sich um eine der Hauptrichtungen des Buddhismus. Das Mahayana unterscheidet im Buddhismus zwischen Hinayana und Mahayana.

Was ist der Unterschied zwischen Hinayana und Mahayana?

Der Begriff Hinayana bezieht sich auf die Motivation für den Weg. Der Übende erkennt das Leid und wünscht sich, Erlösung zu erlangen. Da der Wunsch sich nur auf ein Lebewesen bezieht, steht dies für eine kleine Motivation. Wünscht sich der Übende jedoch, dass alle Wesen Leiderlösung erlangen, zählt dieser zum Mahayana. Dabei wird das Wohl der eigenen Person dem Wohl aller anderen untergeordnet.

Wie kam es zur Entstehung der Mahayana-Lehren?

Wörtlich übersetzt steht Mahayana für den großen Weg oder das große Ziel. Alle fühlenden Wesen sollen aus Samsara befreit werden. Diese Lehre stammt vom Buddha Shakyamuni und wurde ab dem zweiten Jahrhundert unserer Zeit von Nagarjuna und Asanga enthüllt und ausgiebig gelehrt.

Der Weg des Mahayana hat zwei Linien:

  • die Linie des Tiefgründigen Weges über Nagarjuna,
  • die Linie des Weiten Weges über Asanga.

Die erste Linie betont die Leerheit (Shunyata). Während sich die zweite Linie mit der Entwicklung der altruistischen Motivation Bodhicitta und das Verhalten eines Bodhisattvas befasst.

Wo liegt die Motivation dieser Lehre?

Auf der Erkenntnis vom eigenen Leid entwickelt eine Person des Mahayana Mitgefühl für das Leid anderer Wesen und möchte diese vollständig davon erlösen.Im Mittelpunkt des Mahayanas steht, das Mitgefühl unparteilich auf alle Lebewesen auszudehnen und zu vergrößern.

Dabei strebt der Übende des Mahayana den vollkommenen Zustand eines vollerwachten Buddha an. Dieser Geist hat zwei Wünsche:

  1. Anderen zu helfen
  2. Die volle Erleuchtung eines Buddha zu erlangen.

Er übt sich dabei in den Sechs Vollkommenheiten (Geben, Ethik, Geduld, Eifer, Geistige Ruhe, Weisheit), wie es auch der Buddha tat.

 

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