Onomantie

Der Begriff Onomantie oder Onomatomantie bezeichnet die Vorhersage der Zukunft. Dies geschieht durch die Ermittlung des Zahlenwerts eines Namensträgers. Die Praxis der Onomantie wurde bereits in der griechischen Antike entwickelt. Später wurde die Technik im semitisch-arabischen Kulturkreis um die Kombination von Buchstaben und Zahlen erweitert. Wie die Onomantie funktioniert und wie man sie heute noch anwendet zeigen wird Dir hier.

Seit wann gibt es die Onomantie bei uns?

Schon in einer Handschrift aus dem 14. Jahrhundert wird die Praktik der Onomantie beschrieben. In Fechtbüchern des späten Mittelalters wird ihre Anwendung im Rahmen von sogenannten „Gottesurteilen“ erwähnt. Ihr wissenschaftliches Gegenstück ist die Onomastik. Das hohe und auch späte Mittelalter kennt weitere Namen für diese Kunst. Hier wird sie als „Literamantie“ oder „Grammatomantie“ bezeichnet. Die Wahrsagung aus Wortzahlen bezeichnet man als „Logarithmomantie“.

Wie funktioniert die Onomantie?

Die Onomantie beruht auf einer sehr alten Technik, der Gematrie. Dabei geht man davon aus, dass jeder Buchstabe des Alphabetes für eine Zahl steht. Und das funktioniert so:

  • Zuerst werden die Buchstaben den entsprechenden Zahlen zugeordnet.
  • Dann berechnet man den Wert der entstandenen Zahlen.
  • Diese kann man in Tabellen nachschlagen und so erfahren, ob Glück oder Unglück zu erwarten ist.

Onomantie in der Medizin, was ist das?

Mittelalterliche Ärzte nutzten die Onomantie ebenfalls. Hier diente sie dazu, den Ausgang einer Krankheit vorherzusagen. Der Arzt erhielt dabei die Zahlenwerte aus dem Namen des Patienten, ebenso wie die des Tages, als der Bote zum Arzt kam und die Zahlen dessen Namens. Ergab dies eine gerade Zahl, so würde der Patient die Krankheit nicht überleben. War das Ergebnis allerdings eine ungerade Zahl, so bedeutete dies die Genesung. Wobei hier sicherlich die Theorie der „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“ zutrifft. Denn wenn Du erfährst, dass Du an einer Krankheit sterben wirst, ist die Chance diese dennoch zu überleben, sicher geringer.

 

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