Indiens schwebender Tempel

Indiens schwebender Tempel

Die Gesetze der Physik besagen, dass ein Gebäude, das auf Pfeilern gebaut ist, immer den Boden berühren wird. Schon alleine die Schwerkraft macht es unmöglich, dass das Gebäude in der Luft schweben könnte. Zwar mag es in der heutigen Moderne technisch möglich sein, ein Gebäude zum Schweben zu bekommen, doch im 16. Jahrhundert waren die Menschen technologisch noch nicht so weit fortgeschritten. Ein Tempel im Süden von Indien beweist aber, dass es noch Zeichen und Wunder gibt, denn im indischen Staat Andhra Pradesh im Bezirk Anantapur gibt es einen Tempel, der tatsächlich auf Säulen steht, welche die Erde nicht berühren. Hierbei handelt es sich um den berühmten Lepakshi Tempel.

Geweiht ist der Lepakshi Tempel dem indischen Kriegerwesen Virabhadra. Der Tempel ist ein wahres Meisterwerk, das von den Staphatis erschaffen wurde. Sie sind alte Handwerksmeister der örtlichen Priesterkaste. Erbaut wurde der Tempel im 16. Jahrhundert auf einem Berg. Es wird berichtet, die Brüder Virupanna und Viranna hätten ihn erbaut, doch konstruiert worden sei er in der Zeit von 1530 bis 1542, einer Zeit, in der Achyuta Devaraya über das Vijanagara Imperium herrschte.

Im 16. Jahrhundert ist der Lepakshi Tempel einst ein wichtiger Handelsplatz gewesen. Damals wie heute ist der Tempel aber auch eine wichtige Pilgerstätte. Den Überlieferungen zufolge hatte der Herrscher Rama an diesem Ort den mystischen Vogel Jatayu gefunden. Als Rayana Sita entführte, hatte er Jatayu beide Flügel abgeschnitten. Schwer verwundet hatte Rama ihn jedoch gefunden und diesem die Worte „Le pakshi“ entgegnet, was so viel bedeutet wie „Erhebe dich, Vogel“, woraufhin sich Jatayu schließlich erhoben hatte. Fortan wurde dieser Ort Lepakshi genannt.

Im Inneren des Tempels befinden sich viele verschiedene Götterbilder, wie zum Beispiel von Shiva und Vishnu. Außerdem befindet sich hier eine sehr berühmte Säule namens „Aakaasa Sthambha“. Das Besondere an dieser Säule ist, dass sie nicht fest auf dem Boden steht, sondern frei in der Luft schwebt.

 

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