Heilende Bibelöle

Die hohe Wirkkraft ätherischer Öle ist in den verschiedensten Kulturen schon seit Jahrtausenden bekannt. Eine wichtige Quelle, die uns Aufschluss über die Art der Verwendung von Aromaölen gibt, ist die Bibel; eine der bekanntesten Textstellen ist wohl die Schilderung des Besuchs der Weisen aus dem Morgenland, die zur Feier der Geburt Jesu Geschenke darbringen:„Sie gingen in das Haus hinein und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar“ (Mt 2:11)

Mehr als 1.000 weitere biblische Textquellen könnte man anführen – was zeigt, dass ätherische Öle eine wesentliche Rolle in der antiken Heilkunde inne hatten.

Interessanterweise ist der Stellenwert dieser hocheffektiven natürlichen Medizin im Bereich der modernen Schulmedizin gering; das erstaunt besonders, wenn man bedenkt, dass eine Reihe von Studien die Wirksamkeit ätherischer Öle belegen – und das in den verschiedensten Anwendungsbereichen: Positive Effekte wurden zum Beispiel festgestellt bei der Behandlung von Infektionen, Schmerzen, Konzentrationsstörungen und Stress.

Bevor wir uns die wichtigsten Bibelöle und ihre jeweiligen Heilkräfte anschauen, wollen wir die besonderen Eigenschaften ätherischer Öle näher beleuchten:

Enorm hohe Konzentration: Etwa 40 Millionen-Trillionen Moleküle finden sich in einem Tropfen Öl – das ist das 400.000-Fache an Zellen, die der menschliche Körper besitzt.

Antioxidative Wirkung

Es wird vermutet, dass freie Radikale, die unser Körper laufend herstellt, eine nicht unwesentliche Rolle bei der Entstehung von Krankheiten sowie beim Alterungsprozess spielen; Antioxidanzien binden diese freie Radikalen an sich und hemmen so deren Wirkung. Die antioxidative Wirkkraft ätherischer Öle wird durch die oben erwähnte hohe Molekülkonzentration als äußerst groß eingeschätzt.

Auch wenn die Wirkungsweise der Öle vor mehr als zweitausend Jahren sicherlich noch nicht so präzise wie heute bestimmt werden konnte, war deren hoher Stellenwert – wie besagte Textstellen belegen – unbestritten.

Die ätherischen Öle des Sandelholzes beispielsweise, die im Johannes-Evangelium Erwähnung finden, stimulieren nachweislich das limbische System sowie die Melatoninproduktion. Außerdem sollen sie der Bildung von Krebszellen entgegenwirken.

Ysop, auch Bienen- oder Eisenkraut genannt, kann zur Öffnung des Atemsystems angewandt werden und unterstützt zudem den Fettstoffwechsel.

Die Öle der Zypresse sollen die Venenwände sowie die Blutkapillaren stärken; auch wurde eine unterstützende Wirkung auf die Muskulatur, das Immunsystem sowie die Atemwege festgestellt.

Kassia, ein Bestandteil des heiligen Salböl Moses‘, trägt zur Regulation der Blutgerinnung bei. Auch zur Heilung von Infekten wird die Anwendung empfohlen. Zedernholz, so haben Studien ergeben, soll die Symptome von ADHS/ADS lindern.

Mit Onycha kann der Wundheilungsprozess beschleunigt sowie Infekten vorgebeugt werden.

Galbanum oder Galbanharz wird zu Schmerzlinderung oder bei Krämpfen angewendet. Auch wird die belebende Wirkung dieses Öls geschätzt, dessen Geruch an Kampfer erinnert.

Schmerzlindernde Eigenschaften werden auch Myrrhe nachgesagt; außerdem soll es das limbische System stärken.

 

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