Die Religion der Maya

Die Religion der Maya

Das Volk der Maya gilt bis heute als geheimnisvoll und seine Städte und Tempel im Regenwald faszinieren uns bis auf den heutigen Tag. Die wenigen Ruinenstätten werden von religiösen Bauten beherrscht. Dies zeigt Dir, dass die Religion im Leben der Maya eine herausragende Rolle gespielt haben muss. Ihre Stadtstaaten wurden von Königen regiert. Diese hatten neben ihren Aufgaben als Herrscher offenbar auch wichtige religiöse Funktionen.

Woran glaubten die Maya?

Wie viele andere mesoamerikanische Völker auch glaubten die Maya an einen zyklischen Charakter der Zeit. Ihre Rituale und Zeremonien waren mit den irdischen und astronomischen Zyklen der Natur verbunden. Sie beobachteten diese wiederkehrenden Vorgänge und verzeichneten sie in ihren Kalendern. Die Aufgabe der Maya-Priester war es, diese Zyklen zu interpretieren. Dies geschah durch dadurch, dass sie verschiedene Zyklen (Kalendermessungen) aufeinander numerisch bezogen. Als besonders spektakulär galt der 21. Dezember 2012, an diesem Tag sollte ein Bewusstseinssprung oder ein Weltuntergang stattfinden.

Woran die Maya genau glaubten, ist bis heute nicht genau bekannt. Was wir allerdings wissen ist, dass die Maya den Kosmos in mindestens drei Ebenen gliederten.

  • Unterwelt,
  • Erde,
  • Himmel.

Beteten die Maya überhaupt Götter an?

Die Maya waren bekannt für das Opfern von Menschen. DieCenote in Chichén Itzá enthielt, neben zahlreichen Opfergaben über fünfzig Skelette. Für die Kulturen Mittelamerikas spielte das menschliche Blut eine wichtige Rolle. Man vermutet, dass der Blutverlust offenbar zu religiösen Eingebungen führen sollte. Für die Maya war das Blut der Sitz der Seele und der Lebenskraft. Die Seele selbst stellten sich die Maya luft- oder rauchförmig vor (Atemseele).
Die Maya-Religion war polytheistisch, wobei die Götter als sterbliche Wesen vorgestellt wurden. Die Opfer dienten nicht allein dazu, die Götter gewogen zu machen, sondern, um sie am Leben zu erhalten. Diese rituellen Hinrichtungen erfolgten durch Köpfen, Ertränken in Cenotes, Erhängen, Steinigen, Vergiften, Verstümmeln bis hin zu lebendig Begraben. Am spektakulärsten waren jedoch das Aufschlitzen des Bauches und das Herausreißen des noch schlagenden Herzens. Geopfert wurden in der Regel Kriegsgefangene aber auch Mitglieder der eigenen Gruppe.

 

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