Aidos

Der Begriff Aidos stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Scheu oder Scham. In der griechischen Mythologie gibt es viele Charaktere, die die Personifizierung von Eigenschaften, Qualitäten oder Lastern darstellen. So geht auch Aidos in den Geschichten der alten Griechen auf abenteuerliche Reisen und interagiert mit den Menschen.

Was hat Aidos mit mir zu tun?

Wir kennen die griechischen Mythen und Sagen aus der Popkultur, aus Filmen wie „Troja“ mit Brat Pitt. Tatsächlich ist unsere Kultur stark durch die griechische Mythologie mit ihren Helden-Geschichten beeinflusst. So gut wie jeder große Hollywood-Film – sozusagen unsere modernen Sagen – läuft inhaltlich nicht viel anders ab als die Theaterstücke, die vor 3000 Jahren in Athen vorgeführt wurden. Es scheint, dass in unserem kollektiven Unterbewusstsein Archetypen und deren Interaktionen gespeichert sind und sich in immer neuen Geschichten über das Schicksal der Menschen, die mit Ihnen in Kontakt kommen, ausdrücken. Was können wir aus diesen Geschichten, besonders aus der „Person“ Aidos herauslesen und für uns und unser Leben lernen?

Aidos und Nemesis

Aidos wurde in verschiedenen mythischen Geschichten des alten Griechenlands erwähnt. Zu diesen zählen zum Beispiel die über den bekannten Prometheus oder Werke von Sophokles und Euripides. Es gab sogar Altare für Aidos und eine Gestalt, die oft zusammen mit ihr auftrat – Nemesis. Man könnte fast sagen, dass Nemesis und Aidos Geschwister sind, wobei Nemesis die aufbrausendere, machtvollere Schwester ist und Aidos eher die stille, die im Hintergrund wirkt. So muss es sich auch bei den Gebeten an den Altaren im alten Athen gezeigt haben. Während man Aidos um Vergebung der quälenden Reue und Angst vor Erniedrigung anflehte, rief man Nemesis für Kraft und Stärke im Kampf und der List an, dass sie einem Gerechtigkeit in einer Streitigkeit oder Fehde geben möge. Aidos kann auch als Gegenteil von Nemesis verstanden werden, nämlich als Demut. Während Nemesis aggressiv und dynamisch ist, steht Aidos für eine eher passive, versöhnlichere Haltung. So hätte dem Charakter Narcissus aus der Mythologie etwas Demut gut getan. Auf Grund seiner Arroganz bestrafte Nemesis ihn und ließ ihn sterben.

Das eiserne und das goldene Zeitalter

Es scheint, dass in der griechischen Mythologie von einer Zeit die Rede ist, in der diese unangenehmen Verkörperungen von Leid bringenden Wesensanteilen der Menschen uns endlich in Frieden lassen werden. Dies klingt wie eine utopische, motivierende Verheißung. Können wir auf Grund der alten Mythen erkennen, ob wir uns vielleicht aus dem eisernen Zeitalter hinaus bewegen oder wo im Zyklus der Zeitalter wir stehen? Vielleicht lohnt sich ein tieferes Studium dieser alten Texte, um das vergessene Wissen über unsere menschliche Psyche und Evolution des Bewusstseins dieser okkult sehr bewanderten Traditionen zu ergründen.

 

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