Wikinger

Norwegen, achtes Jahrhundert nach Christus, von hier aus setzt eine der gefürchtesten Kriegerkulturen ganz Europa in Angst und Schrecken, die Wikinger! Die Höhlen-Engel des Mittelalters, wie sie auch bezeichnet wurden. Ganze 300 Jahre lang verbreiten sie in Europa, im Nahen Osten und sogar in Amerika Angst und Schrecken. Aber wie haben sie das gemacht?

Was hat sie so mächtig gemacht?

Als Plünderer stürmen sie auf die Bühne der Weltgeschichte. Ihre Schiffe sind im Mittelalter, die besten von ganz Europa. Sie entdeckten Island und Grönland für sich, als Bauern und friedliche Handwerker besiedelten sie ferne Gebiete. Ihre Kaufleute reisten bis in den Fernen Orient, wo sie erfolgreich Handel trieben. Als Könige herrschten sie über die Normandie in England und Italien. Und ihre Expeditionen führten sie weit in den Westen, wo sie als erste Europäer den amerikanischen Kontinent betreten.

Die Wikinger hatten zwei Seiten an sich

Die Wikinger leben weit verstreut im Norden Europas. Ihre Heimat ist ein geheimnisvolles Land, in dem die Natur das Leben prägt. Es ist abgelegen und fast menschenleer. Ein Reich, wo sich Eis und Feuer berühren. Die ursprüngliche Heimat der Wikinger, das sind die Küsten von Skandinavien. Doch schon bald machten sich die Nordmänner auf, Europa zu verängstigen.

Die Strategie der Wikinger war überraschend, langfristige Planungen kannten sie nicht. Die Krieger auf den Boten waren unerschrocken und kampfbereit. Damals fürchteten die Menschen nichts mehr als diese Männer, die keine Angst kannten und keine Gnade. Im früher Mittelalter zitterte halb Europa vor den Angriffen der Wikinger. Denn sie waren die erfolgreichsten Kämpfer ihrer Zeit. Die Wikinger suchten Kultur- und Handelszentren in ganz Europa heim.

Doch die Plünderer hatten auch eine andere, weitaus friedlichere Seite. Denn die meiste Zeit waren sie zu Hause, lebten als Fischer, Bauern oder Handwerker. Berühmt sind ihre Schmieden, dort wurde so manche Beute eingeschmolzen. Denn von Skandinavien aus bauten die Wikinger ein beachtliches Handelsnetz aus. Als Handelsleute erschließten sie neue Routen, die bis in den Orient führten.

So lebten sie

Das typische Wikinger Haus ist klein und fensterlos. Selten waren die traditionellen Langhäuser, in solchen wohnten nur die Bosse. Organisiert waren die Wikinger in Familienverbänden mit Anführer. Unter diesem Anführer standen die freien Männer, sie waren, Handwerker, Bauern, Kaufleute. Ihre Frauen waren die Herrinnen des Hauses.

Alle wichtigen Entscheidungen wurden auf der Volksversammlung getroffen, dafür kamen alle Männer zusammen. Die Nordmänner feierten und tranken gerne. Wer es sich leisten könnte, der bestattet seine Ahnen aufwendig. Eine der größten Grabstätten liegt in Südschweden. Riesige Steine stehen dort auf den Urnen. Sie sollten die Toten gut ins Jenseits begleiten werden.

Die Wikinger waren große Entdecker

Während die einen auf Raubfahrten gingen, machten sich die anderen auf die Suche nach einer neuen Heimat. Denn ihr fruchtbares Land wurde zu eng für so viele Menschen. Zahlreiche Familien brachen auf und suchten ihr Glück jenseits ihrer bekannten Welt. Die Vulkaninseln von Island wurden für viele Auswanderer zur neuen Heimat. Später wurde es Grönland. Zudem waren die Wikinger, die ersten Entdecker von Amerika, sie kamen Columbus zuvor. Leif Eriksson ist der wahre Entdecker Amerikas.

Das Ende ihrer Ära

Im 11. Jahrhundert endete die Zeit der Wikinger, aber bis zum heutigen Tag sind sie bei den Kindern und Erwachsenen noch immer beliebt. Denn sie waren es, die uns ein größeres Europa hinterlassen haben. Sie verschwanden aber nicht, sondern gingen erfolgreich in der Weltgeschichte auf. Denn seit dem Mittelalter leben sie, bis heute, als Dänen, Norweger und Schweden weiter.

 

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