Mythos des Didgeridoos

Mythos des Didgeridoos

Das Didgeridoo, welches in der ganzen Welt fast symbolisch für das Volk der Aborigines steht, ist nicht nur ein sagenumwobenes, sondern auch sehr machtvolles Instrument. Die aus einem hohlen Stamm bestehende lange Basspfeife wird nach einem Ritus hergestellt und gespielt, der in einem mehrstrophigen Lied detailliert beschrieben wird.

Die Form des Instruments vereint durch seine harte und aufrechte Form sowohl das männliche, als auch durch die untere große Öffnung das weibliche Prinzip, was seiner magischen Bedeutung keinen Abbruch tut.

Ursprung in der Traumzeit

Nach Glauben der Aborigines entstand die Erde in der Traumzeit, dem Zeitalter der großen Regenbogenschlange. In vielen Stämmen herrscht die Auffassung, dass die Wandjias die Vorfahren der Menschen erschufen und in dieser Schöpfungsgeschichte findet auch das Didgeridoo seinen Platz. So heißt es, dass die Wandjias den Menschen das Didgeridoo zurück ließen, damit diese durch dessen Töne eine Verbindung zwischen den Welten herstellen und Kontakt zu den magischen Wesen aufnehmen konnten.
Außerdem ist es den Menschen mit der Hilfe des Instruments möglich, die Songlines bzw. Traumpfade, auf denen die Wandjias einst wanderten, zu finden und die Worte und Noten, die diese Ahnen zurückließen, zu lesen.

Das Didgeridoo im Stammesalltag

Schon Kinder lernen bei den Aborigines das Ausdrücken ihrer Erlebnisse und Emotionen beim Spielen des Didgeridoos. Bei wichtigen Stammesriten ist es jedoch den Männern vorbehalten das mächtige Instrument zu spielen und es gibt nur wenige Gelegenheiten, zu denen es von einer Frau gespielt werden darf. Da durch das Spielen bestimmter Tonabfolgen nicht nur Geschichten erzählt, sondern auch bestimmte Emotionen hervorgerufen werden können, wird das Didgeridoo bei wichtigen Zeremonien gezielt zum Hervorbringen einer bestimmten Aura genutzt. So soll es bei Heilungsriten die negativen Energien austreiben und die Selbstheilungskräfte aktivieren und bei Trauerzeremonien zum einen Trost spenden und zum anderen der verstorbenen Seele den Weg ins Jenseits weisen. Die Magie, die von diesem Instrument ausgeht, wird somit auch heute noch von den Aborigines genutzt und auch als Europäer kann man sich seinem Bann nicht gänzlich entziehen.

 

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