Die Geschichte der Masken

Die Geschichte der Masken

Masken geben jedem Menschen die Möglichkeit, sich dahinter zu verstecken und plötzlich ganz anders in Erscheinung zu treten. Eine Maske macht schön, eine Maske macht hässlich. Die Geschlechterumwandlung kann mit einer Maske im Nu erfolgen. Nichts ist unmöglich mit einer Maske.

Die Vielfalt der Masken

Darum ist sie auch in allen erdenklichen Kulturen vorhanden. Die Vielfalt der Masken ist gegeben. So wurden sie aus Pflanzen, Stoff, Leder, Papyrus, Stein und Metall angefertigt. Die älteste Maske kommt aus Israel und ist bereits 11.000 Jahre alt.

Masken und Rituale

Den Menschen begleiten von jeher unterschiedliche Rituale. Und diese Rituale wurden schon immer mit Masken vervollständigt. Wer eine Maske trug, wechselte seine Daseinsform. Bei manchen Ritualen wurde die Maske zerstört, da davon ausgegangen wurde, die Kraft der Maske wäre nun aufgebraucht. Manche Masken verloren ihre Kraft aber nie, im Gegenteil, sie wurden noch stärker. Die Navajos vererbten ihre rituelle Rolle samt Maske in der Familie.

Die Theatermaske hat sich von der rituellen Maske der Tradition abgeleitet. Gesichtsmasken wurden in Europa getragen. Während in Afrika gerne Ganzkörpermasken übergezogen wurden. Es gab auch Masken, die gerne auf dem Kopf getragen wurden, so war die Erscheinung auf der Bühne hervorragend zu sehen. Die Maske ist das Symbol des Theaters. Schon immer. Denn Schauspieler setzen immer ein fremdes zweites Gesicht auf, um ihrer Rolle gerecht zu werden.

Schandmasken machten aufmerksam

Im 17. und 18. Jahrhundert wurden Übeltäter damit bestraft, Schandmasken zu tragen. Wer sich nicht angebracht verhielt, musste eine Schweinemaske tragen. Ein eiserner Eberkopf musste aufgesetzt werden. Denn so wie sich die Personen in der Gesellschaft verhielten, so sollten sie auch gekennzeichnet werden. Schüler, die sich nicht an die Schulreform hielten, bekamen vom Lehrer eine Kappe mit Eselsohren aufgesetzt.

Für den hohen Adel waren Maskenbälle ein beliebter Anlass sich zu verwandeln. In der Renaissance waren Maskenbälle nützlich, um seinen Prunk zur Schau zu stellen.

Im 17. Jahrhundert wurde es Mode, Masken im Alltag zu tragen. So konnte sich die aristokratische Gesellschaft gekonnt unbekannt unter das Volk begeben. Aber Masken hatten nicht nur gute Seiten an sich, durch sie war die Gewalt auf den Straßen im Zunehmen begriffen.

Totenmasken

Die weltbekannteste Maske ist wohl die, des Pharaos Tutanchamun. Zum Schutz der Toten diente die Totenmaske der Ägypter. Andere Kulturen verwendeten die Totenmaske dazu, um eine Erinnerung an den Verstorbenen zu haben. Wer eine Totenmaske besaß, der musste sich mit dem Tod auseinandersetzen. Die bekannteste Totenmaske ist wohl die “Unbekannte aus der Seine”. Die Maske des schönen, toten Mädchens mit den sanften Zügen wurde zur Massenware.

 

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