Wer war Baba Wanga?

Vielleicht hast auch Du schon einmal von der berühmten Seherin aus Bulgarien gehört, die man unter dem Namen Baba Wanga kennt. Aber wer verbirgt sich hinter diesem Namen? Bis zum Ende des vergangenen Jahrhunderts wurde die „Großmutter Wanga“, was Baba Wanga übersetzt etwa bedeutet, besonders in Bulgarien wie eine lebendige Heilige verehrt. Nicht nur das einfache Volk, auch Herrscher, wichtige Politiker und Akademiker empfingen gerne Vorhersagen von ihr, bis sie 1996 im Alter von 85 Jahren in Sofia verstarb.

Das Leben der Baba Wanga

In ärmliche, bäuerliche Verhältnisse geboren, verlor sie früh ihre Mutter, was die Verbindung zur Großfamilie festigte. So wuchs die spätere Seherin im heutigen Mazedonien auf, wo sie im zarten Alter von 16 Jahren einen schweren Unfall erlitt und binnen der nächsten zwei Jahre vollständig erblindete. Oft hört man ja, dass der Verlust eines Sinnes die übrigen Sinne schärfe, auch bei Baba Wanga schien dies zuzutreffen. Doch nicht nur ihre übrigen Sinne konnte sie nach ihrer Rehabilitation wieder einsetzen, auch ihre Begabung Visionen zu empfangen geriet in dieser Zeit ans Tageslicht.

Anfang der 40er Jahre verkündete sie öffentlich ihre erste große Vision, in der sie furchtbare Dinge beschrieb und nur kurz danach, wie wir heute wissen, begann der Zweite Weltkrieg. In dieser Zeit prophezeite Baba Wanga vielen Nachbarn, wie es ihren Angehörigen und Freunden im Krieg erging und dabei lag sie in vielen Fällen richtig. Deshalb erlangte sie immer größere Bekanntheit und wurde auch von Königen, Politikern und Personen außerhalb Bulgariens zu Rate gezogen.

Ihr Arbeiten und Wirken

Den Beinamen Seherin von Petritsch erlangte sie, als sie mit ihrem Ehemann in die gleichnamige Stadt zog, aus der er ursprünglich stammte. Und hier verbreitete sie weiter ihre Visionen. Nach einer kommunistischen Phase polizeilicher Überwachung wurde sie vom bulgarischen Staat angestellt, der fortan ihre Termine koordinierte. Um einen der begehrten Termine bei Bulgariens beliebtester Hellseherin zu ergattern, nahmen Ratsuchende mitunter Wartezeiten von etwa einem Jahr in Kauf.

Bis zu ihrem Tod begeisterte die blinde Frau mit einer außergewöhnlich hohen Trefferquote alle, die sich hilfesuchend an sie wendeten. Ihre Trefferquote und Bekanntheit sorgten dafür, dass ihr Name nicht nur in Bulgarien sondern auch darüber hinaus bekannt wurde.

 

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