Die Mythen der chinesischen Schöpfung

Qingming - das chinesische Totenfest

Die chinesische Mythologie reicht bis in die Zeit vor über 3.800 Jahren zurück. Die Mythen wurden zunächst nur mündlich überliefert. Erst seit der Zeit von Konfuzius existieren auch schriftliche Aufzeichnungen. Das Besondere an den chinesischen Mythen ist, dass die Autoren oft unterschiedliche Versionen eines Mythos verfasst haben.

Schöpfungsmythen

In den Schöpfungsmythen spielen die Göttin Nü Gua und der Urmensch Pan Gu eine große Rolle. Diese werden in den Mythen oft als Kulturbringer dargestellt. Das Besondere an den chinesischen Mythen ist, dass es hier keinen allmächtigen Schöpfer zu geben scheint. Es exsitieren aber auch Mythen über eine Urmaterie in Form von amorphem Dampf. Diese Urmaterie hat die Gestalt eines Hühnereis und teilte sich in Himmel und Erde. Aus dieser ursprünglichen Zweiteilung entstanden die Trinität von Himmel, Erde und Mensch.

Die Weisen

In der chinesischen Mythologie spielen die Kulturbringer eine große Rolle. Die ältesten dieser Figuren sind die drei Erhabenen Fu Xi, Nü Gua und Shennong, sie werden als Gründer der Kultur betrachtet. Auf die drei Erhabenen folgten die Urkaiser wie etwa Huangdi, der Gelbe Kaiser. Weitere Helden der chinesischen Mythologie sind der Feldbaugott Hou Ji und Shun.

Die Bedroher

Neben Herrschern und Helden bietet die chinesische Mythologie auch viele Ungeheuer. Sie sind es immer wieder, die den Frieden bedrohen und für Krieg, Chaos oder Dürre verantwortlich sind. Dazu zählt der Betrüger Gun, der quasi die Figur des Antihelden verkörpert.

Die Göttinnen

Anders als in anderen Mythologien spielen die Göttinnen bei den Chinesen eine nicht so große Rolle. Das mag zum Teil aber auch daran liegen, dass viele Mythen im Mittelalter überarbeitet wurden, und man den Frauen eher untergeordnete Rollen zuwies. Manche Göttinnen wurden sogar komplett aus den Aufzeichnungen entfernt. Wie etwa die Himmels- und Kalendergottheiten Xi He, die Sonnengöttinund die Mondgöttin Chang’e. In den ältesten mythischen Texten erscheinen viele Fluss- und Berggöttinnen. Ihre Rolle war zu dieser Zeit oft sogar noch wichtiger, als die der männlichen Gottheiten.

 

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