Hundstage – die heißeste Zeit des Jahres

Hundstage - die heißeste Zeit des Jahres

Zwar war es dieses Jahr bereits im Mai und Juni teilweise sehr heiß und neue Hitzerekorde wurden gemessen – dennoch stehen uns die heißesten Wochen des Jahres wahrscheinlich erst noch bevor. Denn erfahrungsgemäß und einer alten Bauernregel zufolge ist die Zeit zwischen dem 23. Juli und 23. August die heißeste des Jahres. Diese Periode wird auch Hundstage genannt und obwohl die Sonne sich seit dem 21. Juni, dem Datum der Sommersonnenwende, bereits wieder auf dem Rückzug befindet, ist die Sonnenstrahlung bis zu dieser Zeit immer noch sehr intensiv und die Hitze staut sich mehr und mehr.

Das kommt dadurch, dass das Land, vor allem aber die Gewässer, die Hitze speichern und zu dieser Zeit auch die Meere und Seen die höchsten Jahrestemperaturen erreichen. Ende August wird es dann langsam wieder kühler und der Herbst kündigt sich an. Doch wieso wird die heißeste Zeit des Jahres nach dem zweitliebsten Haustier der Deutschen (nach der Katze) benannt?

Herkunft des Begriffs „Hundstage”

Der Namensgeber für die Hundstage ist das Sternbild Großer Hund (lat. Canis major), dessen hellster Stern Sirius, Ort vieler Sagen und Mythen des Altertums, auch Hundsstern genannt wird. An den Hundstagen wird die Rückkehr oder das Aufgehen des Sternbilds Großer Hund an den Morgenhimmel gewürdigt – und das schon seit den alten Ägyptern.

Damit sind die Hundstage in ihrem Ursprung ein astronomisches Ereignis, kein meteorologisches. Zuerst erscheint der kaum sichtbare Stern Muliphein, dann Sirius und zuletzt Aludra. Dieser Zeitraum, vom Erscheinen des ersten Sterns des Großen Hundes bis zum letzten, bemisst 30 bis 31 Tage. Die Römer schließlich beschlossen, dass dieser Zeitraum zwischen dem 23. Juli und dem 23. August liegen möge. Damals ging Sirius etwa am 26. Juli im Morgenhimmel auf.

Aufgang Sirius heute erst später

Heutzutage hat sich die Rückkehr des Großen Hundes deutlich nach hinten verschoben, da über die Jahrtausende eine Verschiebung von etwa vier Wochen eingetreten ist. Sirius und der Große Hund gehen jetzt erst am 30. August auf und sind somit eher die Vorboten des Herbstanfangs. Trotzdem wird der im alten Rom festgesetzte Zeitraum zwischen dem 23. Juli und 23. August auch heute noch aus Tradition als Hundstage bezeichnet.

Zeitweise ging man in der Antike gar davon aus, dass die große Hitze der Hundstage daher rühre, dass die Energie der Sonne und das „Feuer“ des Sirius verschmölzen. In Zukunft werden die Hundstage immer weiter nach hinten im Jahr rücken und irgendwann sogar genau in die Winterzeit fallen. Bis es soweit ist, werden allerdings noch einige Tausende Jahre ins Land gehen.

 

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