Zen-Garten oder Japangarten – Wo liegt der Unterschied?

Zen-Garten oder Japangarten - Wo liegt der Unterschied?|Zen-Garten oder Japangarten - Wo liegt der Unterschied?

Ein generelles Merkmal der japanischen Architektur ist die Naturnähe. Diese ist einerseits in der  architektonischen Gestaltung und andererseits in der Verwendung von Materialien für beispielsweise den Hausbau oder der Inneneinrichtung zu finden. Zudem gehört besonders auf dem Land ein traditioneller japanischer Garten zu einem Haus dazu, egal wie klein das Grundstück auch sein mag.  Viele Deutsche lassen sich davon inspirieren und versuchen sich selbst an einem Zen- Garten oder an einem Japangarten.

Doch worin genau liegt der Unterschied zwischen dem Zen-Garten oder Japangarten?

Der Japangarten

Im Japangarten wird die Natur in Miniaturform dargestellt. Die einzelnen Gestaltungselemente haben dabei den Zweck die Natur in ihren verschiedensten Facetten zur Erbauung und Freude von Geist und Seele nachzuempfinden. Das Landschaftsbild soll möglichst romantisch mit Bergen, Wasser und Pflanzen aussehen. Dabei ist es jedoch wichtig, wie die Fläche, die zur Verfügung ist, beschaffen ist, denn desto kleiner die Fläche, desto miniaturhafter wird die Gestaltung. Dabei ist jedoch alles echt, also Berge werden zu Hügeln, Seen werden zu kleinen Pfützen und Bäume werden zu Bonsai. Aber eine über die Ästhetik reichende tiefgründige Symbolik beinhaltet der Japangarten meist nicht.

Der Zen-Garten

Der Name dieser japanischen Landschaftsgärten wurde durch Zen- Buddhisten gegeben. Im Gegensatz zu Japangärten sind die Zen- Gärten ziemlich reduziert gestaltet. Es soll mehr an eine Landschaft erinnert werden anstatt diese darzustellen. Durch das Betrachten des Besuchers soll mehr offenbart werden, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Deshalb ist das Ziel des Zen- Gartens das Erkennen und Begreifen. Somit soll der Betrachter feststellen, dass er durch das Erkennen selbst ein Teil des Gartens geworden ist und, dass er generell ein Teil eines viel größeren Einheitlichen ist. So werden im Zen- Garten beispielsweise auf geharktem Kies nur wenige Steine und Pflanzen verteilt, die als Symbole wahrgenommen werden sollen, welche wiederum den Geist herausfordern sollen.

 

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