Kartendeutung mit System – Lenormandkarten

Kartenlegen mit System - Lenormandkarten

Lenormandkarten sind im Wahrsagen und Kartendeutung sehr beliebt. Fast jeder Hellseher kennt die Karten und viele wenden sie auch an. Im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts wurden sie von Marie Anne Lenormand erfunden und verbreiteten sich schnell.

Wer das Legen von Lenormandkarten betreibt, benötigt allerdings viel Intuition – genau wie sie bei der Erfinderin vorlag, die fortwährend Visionen hatte, die von der Kirche allerdings nicht anerkannt wurden.

Die Einzelkarten der Lenormandkarten

Heute werden Karten verwendet, die erst im 19. Jahrhundert gestaltet wurden. Das Deck der Lenormandkarten besteht aus 36 Karten. Zudem gibt es ein Deck, das über 54 Karten verfügt. Dieses ist allerdings heute kaum noch in Benutzung und lehnt sich an andere Kartendecks an, die eine wesentlich längere Geschichte haben, als die Lenormandkarten. Die Erfinderin der Karten interessierte sich selbst stark für die Sternendeutung. Im ursprünglichen Deck sind daher vielfältige Symbole aus dieser Disziplin vorhanden. Aber auch die Mythologie ist ein Faktor, der immer wieder in den frühen Beschreibungen vorkommt.

Das Spiel selbst ist in Personen- und Sachkarten unterteilt. Zudem sind Karten vorhanden, die eine Kombination beider Typen darstellen. Jede dieser Karten hat eine spezielle Bedeutung, die für die Einzelkarten gültig ist. Es sind Grundbedeutungen, die bei jeder Legung gültig sind und die sich nicht verändern. Sie bilden damit den Grundstein für weitergehende Legungen, können allerdings auch als Einzelkarten eingesetzt werden. Das Legen mit Lenormandkarten erfordert daher umfangreiche Kenntnisse zu den einzelnen Karten und Bedeutungen.

Legungen mit System

Wird das Kartendeuten durch Kombinationen verwirklicht, dann beeinflussen sich die Karten gegenseitig. Daher kann ein Blatt negiert und sogar umgedeutet werden. Zugleich kann durch die umliegenden Karten allerdings auch eine Verstärkung eines Symbols bedeuten. Dabei ergibt sich dann eine Situation innerhalb der Lenormandkarten, die ebenfalls eine Interpretation erlauben. Die Deutung der Lenormandkarten geschieht über verschiedene Legesysteme.

Das einfachste System stellt dabei das Ziehen der Tages-, Wochen- oder der Monatskarte dar. Hierbei wird eine Karte gezogen, die dann für den Zeitraum eine Tendenz anzeigt. Sie ist ein Hinweis auf weiterführende Legungen. Eine etwas erweiterte Version ist das Auslegen von drei Karten für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Mit dieser einfachen Legung können dann Entwicklungen in einer zeitlichen Reihenfolge ermittelt werden. Auch diese Methode der Lenormandkarten ist eine Möglichkeit, um Tendenzen zu zeigen und bildet die Grundlage für eine genauere Legung.

Und auch das Kreuz ist noch ein einfaches System, das aus vier Karten besteht. Die erste Karte liegt links und zeigt das Thema, während die zweite Karte auf der rechten Seite den Weg zeigt, der in einer Situation nicht funktioniert. Die dritte Karte am oberen Rand gibt nun an, welcher Weg gangbar ist und die letzten Karten am unteren Ende zeigt, wohin die Situation führen wird.

Komplexe Legungen mit den Lenormandkarten

Wesentlich komplizierter ist das Entscheidungsspiel. Hierfür werden neun Karten ausgelegt, wobei die ersten fünf Karten für das weiterverfolgen der Fragen stehen, die siebte Karte gibt Auskunft über den Einfluss auf die Situation. Die letzten Karten stehen dann dafür, dass die Situation aufgegeben wird. Ein großes Wissen wird für die große Tafel benötigt. Hierfür werden alle 36 Karten ausgelegt. Eine Legung mit Lenormandkarten kann man als Königsdisziplin sehen, denn hier können alle Zeiträume und Aspekte einbezogen werden.

Viel einfacher und mit nur zehn Karten versehen, ist das keltische Kreuz. Diese Legung ist allerdings keine spezielle Legungen mit Lenormandkarten. Vielmehr wird es in vielen weiteren Systemen, wie auch den Kipperkarten, verwendet. Neben diesen Möglichkeiten bieten die Lenormandkarten dann noch die Möglichkeit, für Tage, Monate oder Jahre eine Legungen zu unternehmen. Hierbei werden für jeden Tag, Monat oder für jedes Jahr drei Karten gelegt, die dann Aufschluss über die jeweiligen Tage geben können.

Die Entwicklung kann damit ganz deutlich verfolgt werden. Die Lenormandkarten und das Legen mit diesen Decks ist immer komplex. Um die Karten zu legen, muss daher viel Wissen vorhanden sein. Aber auch die Intuition ist gefragt. Viele Deutungen sind nicht eindeutig und müssen in einem Gesamtzusammenhang gesehen werden, der sich vor allem aus der Erfahrung erschließt, die ein Berater aufweist.

 

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