Meine Freundin deutet die Karten

Meine Freundin

Ist Kartendeutung zuverlässig?

Wird die Sternendeutung von vielen Ratsuchenden häufig noch als zumindest „halbwegs” wissenschaftlich empfunden, so stossen doch bei einer Kartendeutung nicht wenige an die Grenzen ihrer Akzeptanz. Denn wie soll ein zufällig hingeworfenes Kartenblatt einen Anrufer exakt beschreiben, geschweige denn eine treffende Zukunftsprognose liefern?

Trotz dieser weit verbreitetem Zuspruch zur Sternendeutung bevorzugen die meisten Menschen eine Deutung der Karten, vor einer Horoskopdeutung, um zur Lösung ihrer Problemsituation beizutragen.

Wie kommt es zu dieser Diskrepanz?

Weil Karten direkter zu uns sprechen. Gerade weil sie so bildhaft sind scheinen sie direkt aus unserem Unbewussten zu kommen. Aussagen über spirituelle Berater, wie diese hier von Klientin Coco sind nicht selten: „Ohne das ich nur einen Ton gesagt habe, hast Du meine Situation bis ins kleinste Detail erkannt. Absolut treffsicher und genaueste Analyse ohne jegliche Vorinfo. Die meisten stellen vorab viele Fragen und durch ihre Menschenkenntnis tasten sie sich ran, bis es “passt”.. Aber ich habe bewusst nichts gesagt und Du hast ohne zu fragen direkt drauf losgeredet und alles stimmte haargenau…. (zu finden unter den Bewertungen für Beraterin Marianna)”

Auch hier finden wir wieder das Phänomen der „Freundschaft” zwischen Klient und Berater. Eine Legung wird zum gemeinsamen Ritual, welches zwei Menschen miteinander verbindet, selbst wenn der eine von beiden die Rolle des Ratgebers übernimmt. Für den Ratsucher ist es dabei von allergrößter Wichtigkeit, dass er im Zentrum der Aufmerksamkeit steht. Nicht nur, dass der Berater sich ihm und seinen Problemen widmet, sondern auch die Karten, als Ausdruck eines unbeschreibbaren Feldes, in welches sein eigenes Schicksal hineingewoben ist, geben ihm das Gefühl, jetzt und hier wichtig und akzeptiert zu sein.

Die skeptische Grundhaltung, die in unserer Zeit der Kunst des Kartendeutens entgegengebracht wird, führt im subjektiven Erfahren keineswegs zu einer distanzierten Haltung, sondern im Gegenteil: gerade weil hier etwas geschieht, was teilweise von aussen belächelt werden würde, entsteht ein besonders intimer Raum, eine Art Komplizenschaft, die Berater und Klient für diesen Augenblick zu etwas ganz Besonderem zusammenschweisst.

Dazu führten wir ein Interview mit Vistano Beraterin May

Vistano: Du arbeitest mit verschiedenen Kartendecks. Kannst du uns erklären mit welchen, wann du sie einsetzt, und wie du sie miteinander kombinierst?

May: Wenn ich professionell berate, benutze ich hauptsächlich die Skatkarten und das Rider-Waite Karten. Auf Kundenwunsch auch noch andere bekannte Decks wie die Lenormand- oder Kipper-Karten. Ich habe auch noch eine Auswahl an anderen Decks, die ich je nach Fragestellung zurate ziehe.

Vistano: Viele Zeitgenossen denken, dass es unmöglich sei, eine Person anhand eines zufälligen Kartenbildes zu beschreiben, geschweige denn ihre Zukunft vorherzusehen. Wie stehst du dazu?

May: Wer sich mit dem Kartendeutung beschäftigt und /oder die Erfahrung gemacht, hat sich sein Kartenbild von jemandem deuten zu lassen, der die Kenntnis im Kartendeuten besitzt und die Gabe hat zu „sehen”, weiß das es funktioniert. Dabei gibt es natürlich auch wie in allen Bereichen Unterschiede in der Qualität.

Vistano: Worauf sollte man bei der Befragung achten?

May: Um herauszufinden, ob es funktioniert, sollte man in einem Beratergespräch darauf achten, keine oder möglichst wenige über das Fragethema, das jedoch eingegrenzt werden sollte, Vorinformationen zu geben. Ist das Vertrauen in die Fähigkeiten des Beraters durch treffsichere Aussagen gefasst, sollte man Zeit und Geld sparen und nach dem Grundsatz vorgehen: je konkreter die Frage, desto konkreter die Antwort im Zusammenhang des Fragethemas. Dabei ist es hilfreich, dann den Fragehintergrund zu thematisieren. In vielen Angeboten ist immer wieder von “exakten Zeitangaben” die Rede.

Vistano: Wie kommen solche Zeitangaben zustande und inwieweit kann man ihnen trauen?

May: Aufgrund meiner Erfahrung schließe ich die Prognose mit exakter Zeitangabe nicht aus, aber bisher bin ich zu der Erkenntnis gekommen, das die Treffer eher dem Zufallsprinzip zuzuschreiben sind. Es kommt auch nicht so sehr nicht darauf an, wann etwas passiert. Ich lege gerne den Focus auf das, was passiert und wie man die Zeit nutzen kann bis es passiert, obwohl ich leider den Eindruck habe, das es die wenigsten interessiert.

Ein genauer Zeitrahmen sollte auch deshalb nur vage prognostiziert werden, da sich bei „Nichteintreffen” Resignation, große Enttäuschung ja sogar manchmal Depressionen einstellen. Die Kunden werden dadurch veranlasst, panisch herumzutelefonieren, ob sie es sich momentan leisen können oder nicht, was die allgemeine und emotionale Situation der Kunden aus den Angeln hebt. Zeitangaben sollten daher nur unter Vorbehalt gemacht werden, und dies nur durch erfahrene Berater.

 

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