Was ist ein Druide?

Was ist ein Druide?

Königin Elisabeth II von England ist eine Druidin, genauer gesagt ist sie die Ehrendruidin von Gorsedd of Bards – das ist ein neuzeitlicher Orden, der die Traditionen des Druidentums weiterführt, so weit es in der Gegenwart möglich ist. Heutige Druiden haben allerdings mit der ursprünglichen Form des Druidenkults der Kelten nicht mehr viel gemeinsam.

Damals – das war ca. 500 v.Chr. bis ca. 500 n.Chr. – waren die Kelten ein sehr einflussreiches Volk. Sie waren im heutigen Europa weit verbreitet und hinterließen überall ihre Spuren, die bis heute sichtbar sind. Auch kulturell konnten sie ein großes Erbe weitergeben, das gerade in der Gegenwart wieder an Bedeutung gewinnt – zumindest der mystische Teil des keltischen Erbes. Druiden waren beim Volk der Kelten nach den Stammesfürsten die einflussreichsten Personen. Demzufolge war ihre Stellung unangetastet und mit einigen Privilegien verbunden. So mussten Druiden beispielsweise im Kriegsfall nicht zur Waffe greifen und sie mussten sich nicht finanziell am Fortbestand des staatlichen Gefüges beteiligen, was nichts anderes heißt, als dass sie keine Abgaben und Steuern zu leisten hatten.

Druiden als Religionshüter

Ihr Beitrag für ihr Volk war eher geistiger Art. Druiden waren Priester, Heiler, Lehrer und Zauberer. Sie waren darüber hinaus als Hüter der Religion auch dazu befugt, das Amt des Richters einzunehmen und Strafen zu verhängen, die zur Zeit der Kelten oft eng mit religiösen Grundsätzen verbunden waren. So galt es beispielsweise als hohe Strafe, durch das Urteil eines Druiden vom Gottesdienst ausgeschlossen zu werden oder an anderen Kulthandlungen nicht teilnehmen zu dürfen.

Heutige Druiden findet man in Orden, die sich der Weiterführung des keltischen Kults verschrieben haben. Ihr Charakter ähnelt dem eines Geheimbunds, demzufolge wird auch nicht jedermann Zutritt gewährt. Nachdem im modernen Europa mittlerweile andere Staatsgefüge bestehen, als vor 2000 Jahren, ist der politische Einfluss der Druiden von damals nicht mehr gegeben. Was bleibt, ist die mystische Kraft, die Druiden damals wie heute nachgesagt wird.

 

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