Samu – die Praxis des Zen

Samu ist eine Praxis aus der buddhistischen Zen-Tradition und wird meist mit dem Substantiv „Handarbeit“ übersetzt. Die Tradition des Samu löste das Betteln ab, was zuvor zum Lebenserhalt der Mönche diente. Samu wird daher vor allem im klösterlichen Kontext vorgenommen. Später autonomisierten sich die Chan-Klöster und das Samu wurde Mittelpunkt des alltäglichen Lebens. Samu beschreibt demnach den Selbsterhalt des Menschen auf natürliche Weise. Dabei werden persönliche Interessen hinten angestellt und Alles geschieht zum Wohle der Gemeinschaft.

Die Zen-Tradition, in die sich auch das Samu stellt, besteht seit dem 5. Jahrhundert nach christlicher Zeitrechnung und ist maßgeblich von Daoismus geprägt. Der Zen-Buddhismus ist inzwischen auch in den Westen und vor allem nach Europa und in die USA gelangt.

Die Geisteshaltung des Samu

Das Samu befähigt den Menschen nicht nur dazu sich selbst zu erhalten und damit seiner Gemeinschaft zu dienen. Dabei wird auch der Geist in eine zufriedene Grundhaltung versetzt, die es ermöglicht jede Tätigkeit mit Freude und Gleichmut durchzuführen. Der Betroffene ruht in sich und ist gänzlich zufrieden. Samu verschreibt sich damit einer Lebensweise, die sich selbstgenügsam offenbart und auf die tägliche Arbeit als Quell von Zufriedenheit abzielt.

Essen wird als Lebensinhalt mit täglicher und gleichwohl körperlicher Arbeit gleichgesetzt. Ob Gemüse schälen, fegen oder Felder bestellen – die Samu-Vertreter nehmen jede Tätigkeit mit Freude auf. Dabei wird eine meditative Geisteshaltung eingenommen. Samu-Tätigkeiten zielen nicht direkt auf ein Ergebnis oder eine Wirkung ab. Trotzdem berichten zahlreiche Vertreter dieser Tradition, dass sie durch Samu zu einem besseren Verständnis gelangt seien und nahezu erleuchtet worden sind. Dieser Zustand ist dabei nicht von einzelnen Tätigkeiten bestimmt, sondern von dem Eingehen in Arbeit, die Körper und Geist ins Gleichgewicht bringt.

 

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