Zazen – Meditationsübung aus dem Zen-Buddhismus

Zazen – Meditationsübung aus dem Zen-Buddhismus

Der Begriff Zazen bezeichnet eine Meditationstechnik aus dem Zen-Buddhismus. Dabei sollen Körper und Geist in Einklang miteinander gebracht werden, sodass mystische Erfahrungen möglich werden. Dazu gehören das Kensho, das ein Erweckungserlebnis darstellt sowie das Satori, das die Erkenntnis des universellen Daseins beschreibt.

Zazen kann im Lotossitz, der auch Kekka-Fuza genannt wird, im Halblotossitz (Hanka-Fuza) oder auch im burmesischen oder Fersensitz vorgenommen werden. Der Durchführende sitzt dabei auf einem Kissen, dem Zafu, das auf einer Matte liegt. Dabei ist es wichtig, dass die Knie Bodenkontakt haben.

Auch der aufrechte, gerade Sitze, ist Bedingung für die gelungene Durchführung. Die Hände werden dabei zumeist unterhalb des Bauchnabels positioniert. Während der gesamten Durchführung wird der Körper nicht bewegt. Eine Meditationsbank kann ebenfalls genutzt werden. Zazen lässt sich allerdings auch auf einem Stuhl sitzend durchführen. Dabei ist es allerdings Bedingung, dass der Rücken nicht an den Stuhl angelehnt wird.

Geisteshaltung während des Zazen

Die Zazen-Übung zeichnet sich durch Achtsamkeit aus, die während der ersten Minuten besonders wichtig ist, da dieser Sitz eine physisch und manchmal auch psychische Belastung darstellt. Der Mensch ist nicht mehr gewohnt in völliger Stille zu sitzen und kann dies als anstrengend empfinden. Sind die ersten Minuten geglückt, dann beginnt sich der Geist des Meditierenden auszuweiten und er verbindet sich mit dem Ort, dem Moment und den positiven, entspannenden Emotionen, die ihn durchfließen. Ansonsten ist Zazen absichtslos und zielt nicht auf eine bestimmte Stimmung ab, sondern ist reine Praxis, die unterschiedliche Wirkungen zeigt.

Diese variieren je nach Individuum stark und unterliegen keiner wissenschaftlichen Basis. Beim Zazen geht es um Entspannungsmomente und eine meditative Stimmung, die den Durchführungen zu Wahrnehmungserlebnissen verhelfen soll. Manche Durchführungen werden mit dem Gesicht zur Wand vorgenommen. Je nach Zen-Richtung unterscheiden sich diese. Für den Anfang enpfehlen sich 20 minütige Sitzphasen.

 

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